Zor­ni­ge Tier­schüt­zer de­mons­trie­ren ge­gen Schmer­zens­geld-kla­ge

Wochen Blitz - - Pattaya Lokales -

Am frü­hen Nach­mit­tag des 13. Sep­tem­bers tö­te­te ein 65 Jah­re al­ter deut­scher Ex­pat in ei­nem Vil­la­ge in Sat­tahip beim Spa­zier­gang mit sei­nem Rott­wei­ler den 2-jäh­ri­gen Gol­den Re­trie­ver sei­ner Nach­barn mit 17 Mes­ser­sti­chen (WOCHENBLITZ be­rich­te­te: http://ti­nyurl.com/ct3x­peg).

Nach­dem der Vor­fall ei­ne Wel­le der Em­pö­rung auf di­ver­sen So­ci­al-Net­work Sei­ten und Fo­ren ent­flammt hat­te, ging der Deut­sche in die Of­fen­si­ve und er­klär­te am 16. No­vem­ber bei ei­nem Be­such auf der Po­li­zei­sta­ti­on Sat­tahip, dass es sich bei dem Fall um Not­wehr ge­han­delt ha­be, da der Re­trie­ver zu­erst den Rott­wei­ler und da­nach ihn selbst an­ge­grif­fen ha­be (WO-

be­rich­te­te:

http://ti­nyurl. CHENBLITZ com/d2a46ez).

Die Po­li­zei hoff­te zu die­sem Zeit­punkt noch, die An­ge­le­gen­heit auf au­ßer­ge­richt­li­cher Ebe­ne durch ver­mit­teln­de Ge­sprä­che lö­sen zu kön­nen.

Nun hat der Fall ei­ne neue Di­men­si­on an­ge­nom­men, denn nach­dem die thai­län­di­sche Tier­schutz­or­ga­ni­sa­ti­on "A Call For Ani­mal Rights" — die der Mei­nung ist, dass man bei 17 Mes­ser­sti­chen nicht mehr von Not­wehr son­dern nur von wü­ten­der Ra­che re­den kann — er­fuhr, dass der Deut­sche sei­ne thai­län­di­schen Nach­barn auf stol­ze 300.000 Baht Schmer­zens­geld ver­kla­gen will, reis­ten et­wa 50 mit Pla­ka­ten und Me­ga­pho­nen be­stück­te Ak- ti­vis­ten der Grup­pe zum Haus des Ex­pats nach Sat­tahip.

Die Or­ga­ni­sa­ti­on, die auf Face­book im­mer­hin über mehr als 26.000 An­hän­ger ver­fügt (http://ti­nyurl.com/d46f4n2), zeig­te sich auf Ban­nern em­pört dar­über, dass der Aus­län­der nun auch noch Geld da­für ver­lan­ge, dass der Hund sei­ner Nach­barn von ihm ab­ge­schlach­tet wor­den sei. Au­ßer­dem wur­de er­neut mehr­fach be­tont, dass man bei 17 Mes­ser­sti­chen wohl kaum von Not­wehr spre­chen kön­ne.

Auf an­de­ren Pla­ka­ten wur­de der Deut­sche in recht rü­der For­mu­lie­rung auf­ge­for­dert, dass Land zu ver­las­sen (..."You are a Guest. Re­spect a Host. If not, GET OUT", "BOE­SE!", "Thai Peop­le Ha­te you! GET OUT")

Die thai­län­di­sche Frau des Deut­schen ver­such­te zu ver­mit­teln und er­klär­te sich be­reit, ei­ni­ge der De­mons­tran­ten ins Haus zu las­sen, um die An­ge­le­gen­heit auf dis­kre­ter Ebe­ne mit ihr und ih­rem Mann zu be­spre­chen. Dies wur­de je­doch von den Ak­ti­vis­ten ab­ge­lehnt.

Ei­ner der Tier­schüt­zer, der flie­ßend deutsch sprach, be­ton­te, man wür­de es be­vor­zu­gen, wenn der Deut­sche raus­kom­men wür­de und sich in An­we­sen­heit der Pres­se­leu­te vor der Öf­fent­lich­keit äu­ßern wür­de.

Schließ­lich kam es zu kei­nem Ge­spräch und ob­wohl die 42-jäh­ri­ge Frau des Ex­pats im­mer wie­der Fo­tos sei­ner Ver­let­zun­gen vor­zu­zei­gen ver­such­te, konn­te sie die Tier­schüt­zer nicht da­von über­zeu­gen, dass ihr Mann den Hund in Not­wehr ge­tö­tet ha­be.

Die De­mons­tran­ten ver­spra­chen ih­re Be­mü­hun­gen um ei­ne Ab­schie­bung des Deut­schen fort­zu­set­zen und als nächs­tes vor der Deut­schen Bot­schaft in Bangkok de­mons­trie­ren zu wol­len.

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