Kanz­le­rin Mer­kel sieht Fi­nanz­la­ge der EU nach Br­ex­it kri­tisch

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Berlin (dpa) - Die deut­sche Bun­des­kanz­le­rin An­ge­la Mer­kel sieht die Fi­nanz­pla­nung der EU durch den be­vor­ste­hen­den Br­ex­it vor er­heb­li­chen Her­aus­for­de­run­gen. Die fi­nan­zi­el­le La­ge sei „sehr for­dernd“, sag­te die CDUVor­sit­zen­de vor ei­nem Tref­fen mit dem lu­xem­bur­gi­schen Pre­mier­mi­nis­ter Xa­vier Bet­tel.

Sie nann­te die Ver­tei­di­gungs­po­li­tik, Mi­gra­ti­on und die Be­kämp­fung von Flucht­ur­sa­chen als gro­ße fi­nan­zi­el­le Auf­ga­ben. Nicht al­le EU-Mit­glied­staa­ten sei­en da­für, nach dem Aus­tritt Groß­bri­tan­ni­ens mehr Geld aus­zu­ge­ben, sag­te Mer­kel.

Durch den Br­ex­it soll in der EU ei­ne Haus­halts­lü­cke von et­wa zwölf Mil­li­ar­den Eu­ro jähr­lich ent­ste­hen. Der mit­tel­fris­ti­ge Fi­nanz­rah­men war jetzt The­ma ei­nes in­for­mel­len EU-Gip­fels in Brüs­sel. Als wei­te­re Dis­kus­si­ons­punk­te bei die­sem Tref­fen nann­te Mer­kel auch die Eu­ro­pa­wah­len 2019 und die Rol­le von Spit­zen­kan­di­da­ten der Par­tei­en­fa­mi­li­en.

Eben­so wie Bet­tel for­der­te auch Mer­kel mehr Bür­ger­nä­he in Eu­ro­pa. „Ge­ra­de im Vor­feld der eu­ro­päi­schen Wah­len wird es sehr wich­tig sein, die Bür­ger mit­zu­neh­men“, sag­te sie. Bet­tel be­ton­te: „Lu­xem­burg will ei­ne Uni­on, die nach vor­ne ge­rich­tet ist, nä­her am Bür­ger ist und sich auf die Sor­gen der Bür­ger kon­zen­triert.“Er wünsch­te Mer­kel Er­folg bei der Re­gie­rungs­bil­dung. Ei­ne star­ke Re­gie­rung in Berlin sei auch für Lu­xem­burg und für Eu­ro­pa wich­tig.

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