Fried­hof be­nö­tigt Hil­fe zur Auf­recht­er­hal­tung in Ne­wark

Amerika Woche - - Wir In Amerika - Chris­ta K. Wim­mer

Ne­wark, NJ (awj) - Vil­len deut­scher Bier­brau­er, deut­sche Schu­len, Ge­schäf­te, Kir­chen und Fir­men, so­gar Fried­hö­fe präg­ten einst Ne­wark. Die­se Stadt wur­de von deut­schen Ein­wan­de­rern zu ih­rer zwei­ten Hei­mat, in der sie mit Gleich­ge­sinn­ten zum Got­tes­dienst gin­gen, zu­sam­men im Wirts­haus sas­sen und – wie kann es an­ders sein, Ge­s­ang­ver­ei­ne grün­de­ten.

Sie tra­fen sich beim deut­schen Metz­ger, beim Bä­cker und nah­men ak­tiv am deut­schen Ver­eins­le­ben teil. Bei ei­ner von Guy Ster­ling or­ga­ni­sier­ten “Be­sich­ti­gungs­fahrt” er­leb­ten Mit­glie­der vom Deut­schen Club of Clark die­se Stadt mit ih­ren vie­len Ge­sich­tern. Die Bus­fahrt führ­te durch Stras­sen, in de­nen sie als Ju­gend­li­che wohn­ten; sie er­in­ner­ten sich mit Be­geis­te­rung an je­ne Ge­schäf­te, in de­nen sie zu den Stamm­kun­den zähl­ten.

So­gar das Ge­bäu­de der eins­ti­gen “New Jer­sey Freie Zei­tung” in wel­chem Be­ne­dict Prieth 1858 die in deut­scher Spra­che er­schei­nen­de Zei­tung grün­de­te, ist heu­te noch an der Mar­ket Street Nr. 75 zu se­hen.

Die Krü­ger Man­si­on, er­ha­ben von ei­nem Hü­gel der Stadt her­ab­bli­ckend, ist al­ler­dings für den Zu­tritt ge­sperrt. Was wä­ren die­se ruhm­rei­chen Zeu­gen ei­ner reich­hal­ti­gen Ver­gan­gen­heit heut­zu­ta- Das go­ti­sche Vic­to­ri­an “Ga­te Haus”, ei­ne über­wäl­ti­gen­de An­sicht ge hoch­in­ter­es­san­te Stät­ten zur Be­sich­ti­gung.

In Ne­wark’s Ge­schich­te ist ge­schrie­ben, dass bei je­dem städ­ti­schen An­lass ei­ner der deut­schen Ge­s­ang­ver­ei­ne zur Aus­schmük­kung der Fei­er auf­trat. Es war ein­mal….

Von der Be­sich­ti­gung des park­ähn­li­chen Fair­mount Ce­me­ta­ry an der Cen­tral Ave­nue, in der die Mau­so­le­en der “Obe­ren Zehn­tau­send”, mit deut­schen Na­men ver­se­hen, zu be­wun­dern sind, ging die Fahrt zum Wood­land Ce­me­ta­ry an South 10th Street. Die­ser Fried­hof wur­de 1855 als “West Ne­wark Ce­me­ta­ry” an­ge­legt und auch als “der deut­sche Fried­hof” be­kannt. Zahl­rei­che El­tern und Gros­s­el­tern der heu­ti­gen Ge­ne­ra­ti­on fan­den dort ih­re letz­te Ru­he. “Ru­he in Frie­den” sei ih­nen von Her­zen in die­sem ca. 36½ Acker gros­sen Fried­hof ge­gönnt. Bis in die Jah­re 1980 exis­tie­ren noch Grä­ber und ei­ne klei­nen Zahl von Be­er­di­gun­gen fin­det auch heu­te noch statt. Ei­ne neu an­ge­leg­te Sek­ti­on 10 er­schloss wei­te­re tra­di­tio­nel­le Grä­ber und Ur­nen­grä­ber. Die­ser einst glor­rei­che Fried­hof er­litt zahl­rei­che Be­schä­di­gun­gen in den letz­ten Jah­ren. Das go­ti­sche vic­to­ria­ni­sche “Ga­te Hou­se” wur­de ein Op­fer von Raub­über­fäl­len und der Bo­den fiel in den Kel­ler hin­ab. Mehr als 90 Gr­ab­stei­ne wur­den um­ge­wor­fen und der Zaun ent­lang Rose Street ist stel­len­wei­se her­un­ter­ge­ris­sen.

Wood­land er­hält steu­er­li­che Ver­güns­ti­gun­gen in Form ei­nes “non-pro­fit 501C-13 Sta­tus von der IRS. Die ge­ne­rel­le Auf­recht­er­hal­tung wird durch Ein­kom­men ei­nes Auf­recht­er­hal­tungs- und Kon­ser­vie­rung-Fonds be­strit­ten, aber die­se be­grenz­ten Ein­nah­men rei­chen zur ge­eig­ne­ten Pfle­ge des Fried­ho­fes nicht aus. Die gröss­ten Ver­bes­se­rungs­ar­bei­ten wer­den durch ein­ge­gan­ge­ne Spen­den be­strit­ten. Die Ver­wal­tung bit­tet be­son­ders die Deut­schame­ri­ka­ner um Un­ter­stüt­zung, die­ses eins­ti­gen Klein­od wie­der in se­hens­wer­ten Zu­stand zu ver­set­zen.

Spen­den kön­nen auf der web­site: www.wood­land­ce­me­te­ryn­nj. org ge­leis­tet wer­den oder auf dem Post­we­ge an: Wood­land Ce­me­ta­ry Com­pa­ny, Post Of­fice Box 196, Pi­ne Brook, NJ 07058. Sei­en Sie ver­si­chert, dass al­le Ein­künf­te oder Spen­den 100%ig zur Auf­recht­er­hal­tung ver­wen­det wer­den.

Ver­wal­tungs­vor­sit­zen­de Ro­se­ma­ry Hil­bert spricht im Na­men der Ge­schäfts­lei­tung ih­ren herz­lichs­ten Dank aus. Sie kön­nen sich auf der web­site über al­le Fort­schrit­te des Wood­land Ce­me­ta­ries in­for­mie­ren.

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