Ar­me­ni­er-Den­kmal in Stadt Genf trotz tür­ki­scher Kritik ein­ge­weiht

Amerika Woche - - Alpenregion -

Nach jah­re­lan­gen Que­re­len ist in der Stadt Genf das Ar­me­ni­er-Den­kmal ein­ge­weiht wor­den. Die Ein­wei­hung des Denk­mals, das dem Ge­den­ken an den Völ­ker­mord an den Ar­me­ni­ern ge­wid­met ist, schür­te er­neut Pro­tes­te von tür­ki­scher Sei­te. Zur Ein­wei­hung war auch der Chan­son­nier und ar­me­ni­sche Bot­schaf­ter in der Schweiz, Charles Az­na­vour, an­ge­reist. Das Den­kmal be­steht aus neun La­ter­nen im Sti­le der 1920er-Jah­re im Parc Trem­bley in Genf. An ih­nen hän­gen an­statt Glüh­bir­nen Trä­nen aus Stahl her­un­ter. Die Tür­kei spricht bei der De­por­ta­ti­on und Er­mor­dung von ge­schätzt bis zu ei­ner Mil­lio­nen Ar­me­ni­ern von „kriegs­be­ding­ten Er­eig­nis­sen“. Ar­me­ni­en sieht dar­in ei­nen Völ­ker­mord; auch rund zwan­zig an­de­re Staa­ten ver­tre­ten die­se Sicht. In der Schweiz ver­wen­den der Na­tio­nal­rat und ver­schie­de­ne Kan­to­ne den Be­griff „Völ­ker­mord“, der Bun­des­rat hat die­sen Schritt bis­lang nicht voll­zo­gen.

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