End­lich er­kannt!

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Lie­be Le­ser,

das, was man uns ge­ra­de vom Bun­des­amt für Mi­gra­ti­on und Flücht­lin­ge, dem so­ge­nann­ten BAMF, vor­setzt, über­schrei­tet bei wei­tem die Gren­zen der Zu­mut­bar­keit (sie­he Ar­ti­kel S.4). Es ist scham­los und per­fi­de. Was wür­den Sie da­von hal­ten, wenn Ver­bre­cher dem­nächst selbst über sich in den Ge­rich­ten ur­tei­len dürf­ten, al­so die Un­ter­su­chung selbst lei­ten und dann auch das ab­schlie­ßen­de Urteil fäl­len? Sie fän­den das un­mög­lich? Ich auch, ge­nau so­wie die Prä­sen­ta­ti­on der in­terne­nen Un­ter­su­chung über die„ Un­re­gel­mä­ßig­kei­ten“bei­der Bre­mer BAMF-Au­ßen­stel­le. Min­des­tens 1200 Mal sol­len hier un­recht­mä­ßig po­si­ti­ve Asyl­be­schei­de er­gan­gen sein. Wer die Flücht­lings po­li­tik der Bun­des­kanz­ler in zu ver­ste­hen mag, der kann sich schnell zu­sam­men­rei­men, dass das Urteil die­ser Un­ter­su­chung von vorn­her­ein fest­stand. Nein, hier hät­te nicht das BAMF selbst er­mit­teln dür­fen, auch nicht die Staats­an­walt­schaft, die der Re­gie­rung-wil­lig oder ge­zwun­ge­ner­ma­ßen - zur Sei­te steht, eben­so­we­nig wie NGOs oder Möch­te-gern-See­notret­ter. Die ein­zig rich­ti­ge Kon­se­quenz wä­re ei­ne völ­lig un­ab­hän­gi­ge Un­ter­su­chung ge­we­sen. Nur: Wer hät­te das denn ma­chen sol­len? Die gan­ze Sa­che ist aus Sicht der Re­gie­rung si­cher­lich ver­ständ­lich. Die­se Un­ter­su­chung und de­ren Er­geb­nis nun aber der Na­ti­on als Fak­ten ver­kau­fen zu wol­len, das ist schon ei­ne ziem­li­che Un­ver­schämt­heit. Da will man die Men­schen in Deutsch­land ver­schau­keln - und man wird da­mit letzt­end­lich so­gar Er­folg ha­ben. Denn nach­dem für all die­je­ni­gen, die dem un­ge­hin­der­ten Zustrom von Flücht­lin­gen, die gar kei­ne sind, kri­tisch ge­gen­über­ste­hen, mal wie­der die Na­zi-Keu­le her­aus­ge­holt wur­de, dürf­ten sich vie­le Deut­sche glück­se­lig an die BAMF su­chungs er­geb­nis­se klam­mern. Ach, was sind sie doch al­le für gu­te Men­schen, und die Schuld las­tet eben schwer auf der Deut­schen Schul­tern. Die Wahr­heit sieht lei­der ganz an­ders aus, und das ha­ben längst auch vie­le bis­lang re­gie­rungs­treue Me­di­en end­lich er­kannt.

Al­les Gu­te, Ihr Don R. Vi­go Chef­re­dak­teur

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