Kanz­ler Kurz will Span­nun­gen ab­bau­en

Wäh­rend der EU-Rats­prä­si­dent­schaft sei­nes Lan­des wol­le er zwi­schen West und Ost in Eu­ro­pa ver­mit­teln, sag­te Bun­des­kanz­ler Kurz bei ei­nem Be­such in Er­furt. Und er wie­der­hol­te ei­ne al­te For­de­rung.

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Bun­des­kanz­ler Se­bas­ti­an Kurz (links im Fo­to mit Mi­ke Mohring, Lan­des­vor­sit­zen­der der CDU Thü­rin­gen) will wäh­rend der EU-Rats­prä­si­dent­schaft sei­nes Lan­des nach ei­ge­nen Wor ten da­zu bei­tra­gen, Span­nun­gen in­ner­halb Eu­ro­pas ab­zu­bau­en. Ös­ter­reich wol­le da­für sei­ne geo­gra­fi­sche La­ge und Brü­cken nach Ost­eu­ro­pa nut­zen, sag­te er bei ei­nem Be­such der Thü­rin­ger CDU-Frak­ti­on in Er­furt.

Kurz be­ton­te, dass vor al­lem auch die Mi­gra­ti­ons­kri­se für die Span­nun­gen ver­ant­wort­lich frei. Sie ha­be ge­zeigt, „dass Eu­ro­pa an sei­ne Gren­zen kommt, wenn es kei­ne funk­tio­nie­ren­den Au­ßen­gren­zen gibt“, sag­te Kurz wäh­rend ei­ner Fe­st­re­de vor rund 3000 Men­schen.

Der 31-Jäh­ri­ge, der in Ös­ter­reich die Ko­ali­ti­on aus ÖVP und FPÖ an­führt, lob­te in Er­furt die Fort­schrit­te des EU-Mi­gra­ti­ons­gip­fels vom Ju­ni. „Es gab ei­ne Trend­wen­de bei dem Gip­fel in der Mi­gra­ti­ons­fra­ge“, sag­te er. Ein Um­den­ken ha­be statt­ge­fun­den. Man ar­bei­te ge­ra­de dar­an, die EU-Grenz­schutz­agen­tur Fron­tex zu stär­ken und die Ita­lie­ner und Grie­chen nicht al­lein zu las­sen.

Kurz be­ton­te er­neut, es brau­che ei­nen bes­se­ren Schutz der EUAu­ßen­gren­zen. Als sein Land die Rats­prä­si­dent­schaft über­nahm, hat­te er ei­nen der Schwer­punk­te auf den Kampf ge­gen il­le­ga­le Mi­gra­ti­on ge­legt. Zu­dem hat­te er ei­nen „Pa­ra­dig­men­wech­sel“hin zu ei­nem bes­se­ren Schutz der eu­ro­päi­schen Au­ßen­gren­zen ge­for­dert.

„Wir er­le­ben jetzt, dass sich we­ni­ger Men­schen auf den Weg ma­chen. Wir schaf­fen es, dass das Ster­ben zu­rück­geht“, sag­te Kurz. Mit der Stär­kung von Fron­tex wer­de man ei­nen wei­te­ren Rück­gang der Mi­gra­ti­on er­rei­chen.

Die Ver­an­stal­tung in Er­furt stand un­ter der Über­schrift „Ein Eu­ro­pa, das schützt“- es ist zu­gleich das Mot­to der EU-Rats­prä­si­dent­schaft Ös­ter­reichs.

Der Jah­res­emp­fang der Thü­rin­ger CDU-Frak­ti­on war der ein­zi­ge Ter­min des ös­ter­rei­chi­schen Bun­des­kanz­lers bei sei­nem Be­such in Deutsch­land. Im Ok­to­ber soll der jun­ge Re­gie­rungs­chef dann beim Wahl­kampf­ab­schluss der CSU in Bay­ern auf­tre­ten.

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