Ober­staats­an­walt: Oh­ne neue Be­wei­se kei­ne Er­mitt­lun­gen

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Lud­wigs­burg (dpa) - Ge­gen den aus den USA ab­ge­scho­be­nen frü­he­ren SS-Mann Ja­kiw Pa­lij (Fo­to) wird es kei­ne neu­en Er­mitt­lun­gen in Deutsch­land ge­ben. Das ge­gen ihn ge­führ­te Ver­fah­ren we­gen Bei­hil­fe zum Mord sei Mit­te 2016 aus Man­gel an Be­wei­sen von der Staats­an­walt­schaft Würz­burg ein­ge­stellt wor­den. Soll­ten sich kei­ne neu­en Be­wei­se er­ge­ben, blei­be der heu­te 95-Jäh­ri­ge ein „nicht mehr Be­schul­dig­ter“, sag­te Jens Rom­mel, Lei­ten­der Ober­staats­an­walt der Zen­tra­len Stel­le zur Auf­klä­rung na­tio­nal­so­zia­lis­ti­scher Ver­bre­chen, in Lud­wigs­burg. Ei­ne Ein­stel­lung sol­cher Ver­fah­ren sei aber „nichts für die Ewig­keit“, soll­ten sich neue Be­wei­se er­ge­ben.

Die USA ha­ben Pa­lij, der als Auf­se­her im Zwangs­ar­beits­la­ger Traw­ni­ki im be­setz­ten Po­len tä­tig ge­we­sen sein soll, nach Deutsch­land ab­ge­scho­ben. Der auf dem Ge­biet der heu­ti­gen Ukrai­ne ge­bo­re­ne Mann soll 1949 in die USA aus­ge­wan­dert sein und 1957 die ame­ri­ka­ni­sche Staats­bür­ger­schaft an­ge­nom­men ha­ben. Da er da­mals sei­ne Na­zi-Ver­gan­gen­heit ver­heim­licht ha­ben soll, hat ihm ein US-Ge­richt be­reits 2003 die Staats­bür­ger­schaft ent­zo­gen.

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