Ge­richt: „Prin­zes­sin von Ha­waii“darf über ihr Mil­lio­nen­ver­mö­gen nicht mehr selbst ent­schei­den

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Ho­no­lu­lu (dpa) - Die so­ge­nann­te „letz­te Prin­zes­sin von Ha­waii“darf nicht mehr über ihr Ver­mö­gen von 215 Mil­lio­nen US-Dol­lar ver­fü­gen. Ein Rich­ter ent­schied jetzt, dass die 92-jäh­ri­ge Abi­ga­il Ka­wan­a­na­koa nicht mehr die geis­ti­gen Fä­hig­kei­ten ha­be, das Ver­mö­gen von um­ge­rech­net knapp 185 Mil­lio­nen Eu­ro zu ver­wal­ten. Er er­nann­te die First Ha­waii­an Bank zu ih­rem Treu­hän­der.

Abi­ga­il Ka­wan­a­na­koa (Fo­to) ist Nach­fah­rin der eins­ti­gen Kö­nigs­fa­mi­lie von Ha­waii und setzt sich für den Er­halt der ha­waii­ani­schen Kul­tur ein. Ei­nen Teil ih­res Ver­mö­gens ha­be sie für den Er­halt der ehe­ma­li­gen kö­nig­li­chen Re­si­denz in Ho­no­lu­lu ge­spen­det. Au­ßer­dem ha­be sie sich ge­gen den Bau ei­nes Te­le­skops auf ei­nem hei­li­gen Berg Ha­waiis so­wie ge­gen ei­ne Bahn­stre­cke ein­ge­setzt.

Es sei aber of­fen­sicht­lich, dass es Ka­wan­a­na­koa an fi­nan­zi­el­lem Ver­ständ­nis feh­le, sag­te Rich­ter Mark Brow­ning bei der Ur­teils­ver­kün­dung. Auf der Grund­la­ge ei­nes psych­ia­tri­schen Gut­ach­tens ent­schied er, Ka­wan­a­na­koa sei auch nicht in der La­ge, selbst über ih­re Treu­hän­der zu ent­schei­den. Den bis­he­ri­gen Ver­wal­ter des Ver­mö­gens er­setz­te er durch die Bank.

Die Fä­hig­kei­ten, über ihr Tes­ta­ment zu ent­schei­den, sprach der Rich­ter Abi­ga­il Ka­wan­a­na­koa je­doch zu. Dem Ur­teil war ein mo­na­te­lan­ger Rechts­streit vor­aus­ge­gan­gen.

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