Ber­li­ner Mu­se­ums­in­sel mit um­fang­rei­chem Auf­tritt im In­ter­net

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Die Staat­li­chen Mu­se­en zu Berlin ha­ben da­für ih­re Zu­sam­men­ar­beit mit Goog­le Ar ts & Cu­ture er­wei­tert. Auf ei­ner neu ein­ge­rich­te­ten The­men­sei­te so­wie über Apps für An­dro­id und iOS sind seit kur­zem al­le fünf Häu­ser der Mu­se­ums­in­sel on­li­ne prä­sent.

Die Zu­sam­men­ar­beit mit dem In­ter­net-Kon­zern be­gann be­reits 2009. Da­mals ha­be das Bo­de-Mu­se­um mit Goog­le sein ers­tes Pro­jekt ge­star­tet, sag­te Amit Sood von Goog­le Arts & Cul­tu­re. Al­lein durch die ho­he Auf­lö­sung der Ex­po­na­te wer­den die On­li­ne-Be­su­cher ein­ge­la­den, ganz neue De­tails zu ent­de­cken.

Auch neue Samm­lun­gen et­wa aus dem noch im­mer in Re­no­vie­rung be­find­li­chen Per­ga­mon­mu­se­um sei­en ein­ge­spielt wor­den, sag­te Her­mann Par­zin­ger, Prä­si­dent der Stif­tung Preu­ßi­scher Kul­tur­be­sitz, bei der Vor­stel­lung in Berlin. „Das neue Pro­jekt wird ei­ne Zä­sur dar­stel­len.“

Die Mu­se­en wol­len al­len In­ter­es­sier­ten mit Hil­fe von neu­en Tech­no­lo­gi­en ei­nen bes­se­ren Zu­gang bie­ten, aber vor al­lem auch neue Ziel­grup­pen an­spre­chen. „Wir ge­hen dort­hin, wo die Men­schen sind, die vi­el­leicht gar nicht wis­sen, dass es uns gibt“, sag­te Chris­ti­an Haak, Stell­ver­tre­ten­de Ge­ne­ral­di­rek­to­rin der Staat­li­chen Mu­se­en zu Berlin. Neue Tech­no­lo­gi­en wie Aug­men­ted Vir­tu­al Rea­li­ty wür­den nicht nur ein­ge­setzt, weil sie „tren­dy“sind, son­dern ei­nen ech­ten Er­leb­nis­wert bie­ten.

So gibt es on­li­ne spe­zi­el­le Ex­pe­di­tio­nen für Schu­len oder ver­steck­te Ge­schich­ten hin­ter be­rühm­ten Wer­ken so­wie ei­nen vir­tu­el­len Rund­gang zum be­rühm­ten Isch­tarTor aus dem Per­ga­mon­mu­se­um im eins­ti­gen Ba­by­lon. Vir­tu­ell er­fahr­bar ist die Stät­te samt Pro­zes­si­ons­stra­ße so­wohl aus heu­ti­ger Sicht als auch aus der Zeit von vor Tau­sen­den von Jah­ren. Das Pro­jekt ha­ben die Mu­se­en zu­sam­men mit der ge­mein­nüt­zi­gen Or­ga­ni­sa­ti­on CyArk ent­wi­ckelt. Im Rund­blick soll sich die eins­ti­ge Pracht er­ah­nen las­sen. Vir­tu­al Rea­li­ty bie­te noch ein­mal völ­lig neue Mög­lich­kei­ten, Rä­um­lich­kei­ten er­fahr­bar zu ma­chen, sag­te Par­zin­ger.

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