US-Bot­schaf­ter Gren­ell be­kräf­tigt For­de­run­gen an Deutsch­land

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Kiel (dpa) - US-Bot­schaf­ter Richard Gren­ell hat die en­gen Be­zie­hun­gen zwi­schen Deutsch­land und den USA ge­wür­digt, zugleich aber die For­de­run­gen an Deutsch­land und die EU be­kräf­tigt. Gren­ell ver­lang­te von der Bun­des­re­pu­blik in Kiel auf dem Deutsch­land­tag der Jun­gen Uni­on (JU) er­neut, die Ver­tei­di­gungs­aus­ga­ben auf zwei Pro­zent der Brut­to­in­lands­pro­duk­tes auf­zu­sto­cken. Da­für be­kam er vom Uni­ons-Nach­wuchs viel Ap­plaus. Deutsch­land liegt zur Zeit bei et­wa 1,25 Pro­zent, die USA bei 3,5 Pro­zent.

Dies sei nö­tig, um ei­ne ge­mein­sa­me Ver­tei­di­gungs­li­nie der de­mo­kra­ti­schen Staa­ten ge­gen die welt­wei­ten Her­aus­for­de­run­gen et­wa mit Russ­land oder Chi­na zu er­rei­chen, so Gren­ell. Die­se Auf­for­de­rung mach­ten die USA auch des­we­gen, um das trans­at­lan­ti­sche Bünd­nis zu stär­ken. Zu­dem kri­ti­sier­te Gren­ell wie­der das Atom­ab­kom­men mit dem Iran, je­nem Staat, der Ter­ro­ris­ten fi­nan­zie­re.

Auch be­män­gel­te er er­neut den deut­schen und eu­ro­päi­schen Han­dels­über­schuss. Hier ei­nen Aus­gleich hin­zu­be­kom­men, sei wich­tig, um ge­mein­sam der ag­gres­si­ven Han­dels­po­li­tik Chi­nas ent­ge­gen­zu­tre­ten. Zu­dem kri­ti­sier­te er, dass Deutsch­land sein Gas vor al­lem aus Russ­land be­zie­he. Bei al­len Dif­fe­ren­zen be­ton­te er wie­der­holt: „Das Band zwi­schen Deutsch­land und den USA kann nicht zer­ris­sen wer­den.“

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