An­ti­ke zum An­fas­sen - Per­ga­mon­mu­se­um hat tem­po­rä­re Au­ßen­stel­le

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Das Per­ga­mon­mu­se­um auf der Mu­se­ums­in­sel wird nach und nach sa­niert. Tei­le der Samm­lung wie der be­rühm­te Per­ga­mo­nal­tar sind des­halb der­zeit nicht zu be­sich­ti­gen. Ein tem­po­rä­res Aus­stel­lungs­haus

An­ti­ke zum An­fas­sen. Wäh­rend der schritt­wei­sen Sa­nie­rung des Ber­li­ner Per­ga­mon­mu­se­ums kön­nen Be­su­cher die An­ti­ke jetzt auch in ei­nem neu­en, tem­po­rä­ren Aus­stel­lungs­ge­bäu­de er­le­ben. Jetzt wur­de das Aus­stel­lungs­haus „Per­ga­mon­mu­se­um. Das Pan­ora­ma“ge­gen­über dem Bo­deMu­se­um. er­öff­net. Zu se­hen sind dort 80 Wer­ke der An­ti­ken­samm­lung aus Per­ga­mon so­wie das rie­si­ge, kom­plett über­ar­bei­te­te 360-Gra­dS­tadt­pan­ora­ma des Künst­lers Ya­de­gar Asi­si.

Asi­sis 30 Me­ter ho­hes Rund­bild zeigt fast le­bens­echt den All­tag in der an­ti­ken Stadt Per­ga­mon an der klein­asia­ti­schen Küs­te. Das Le­ben der Be­woh­ner spiel­te sich im Jahr 129 n. Chr. zwi­schen der 300 Me­ter ho­hen Akro­po­lis von Per­ga­mon, der Un­ter­stadt und dem Um­land ab. Von ei­nem mehr­stö­cki­gen Po­dest aus kön­nen die Be­trach­ter Fest- und All­tags­sze­nen in der grie­chi­sch­rö­mi­schen Me­tro­po­le se­hen.

Ne­ben dem be­rühm­ten, ur­sprüng­lich bunt be­mal­ten Per­ga­mo­nal­tar wer­den un­ter an­de­rem der Tra­jans-, Dio­ny­sos- und At­hen­aTem­pel so­wie das Thea­ter ge­zeigt. Tag und Nacht wech­seln sich in der Re­kon­struk­ti­on des an­ti­ken Per­ga­mon per Licht­in­stal­la­ti­on und ver­schie­de­ner Ge­räu­sche vom Hah­nen­schrei bis zum Ge­läch­ter ab. Das erst­mals 2011/2012 ge­zeig­te Pan­ora­ma wur­de für die neue Prä­sen­ta­ti­on er­gänzt und ver­fei­nert.

In Zu­sam­men­ar­beit mit der An­ti­ken­samm­lung sei­en rund 40 neue Sze­nen kon­zi­piert und in das Bild ein­ge­fügt wor­den, so die Staat­li­chen Mu­se­en zu Ber­lin. Kos­tü­mier­te Kom­par­sen stell­ten un­ter der Re­gie von Asi­si ver­schie­de­ne Sze­nen nach. „Ein Schwer­punkt lag auf der Darstel­lung der Dio­ny­si­en, Fest­spie­len zu Eh­ren des Got­tes Dio­ny­sos, die auch im an­ti­ken Per­ga­mon statt­fan­den.“Auch ver­schie­de­ne Op­fer­sze­nen auf dem Vor­platz des Gro­ßen Al­tars sei­en in­sze­niert wor­den.

Er­gänzt wird das Pan­ora­ma von 80 der wich­tigs­ten Wer­ke der An­ti­ken­samm­lung aus Per­ga­mon. Da­zu ge­hö­ren zahl­rei­che re­stau­rier­te Plat­ten des Te­le­phos-Frie­ses vom Per­ga­mo­nal­tar, das Pa­pa­gei­en­Mo­sa­ik, der so­ge­nann­te Schö­ne Kopf aus Per­ga­mon und Skulp­tu­ren vom Dach des Per­ga­mo­nal­tars.

Das Aus­stel­lungs­pro­jekt er­mög­li­che ei­ne neue Art der Be­geg­nung mit der An­ti­ke, so der Prä­si­dent der Stif­tung Preu­ßi­scher Kul­tur­be­sitz, Her­mann Par­zin­ger.

Das tem­po­rä­re Haus soll bis zum Jahr 2024 für das Aus­stel­lungs­pro­jekt rund um Per­ga­mon ge­nutzt wer­den. Der Süd­flü­gel des Per­ga­mon­mu­se­ums mit dem Isch­tar-Tor, der Pro­zes­si­ons­stra­ße und dem Mark­tor von Mi­let so­wie dem Mu­se­um für Is­la­mi­sche Kunst ist der­zeit ge­öff­net.

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