Ge­org Fun­ke - das „Ge­sicht der Fi­nanz­kri­se“2008 ist ge­stor­ben

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Amerika Woche - - Personalien -

Nur we­ni­ge Ma­na­ger sind so be­kannt, dass sie auf der Stra­ße er­kannt wer­den. Der frü­he­re Chef der Im­mo­bi­li­en­bank Hy­po Re­al Esta­te (HRE), Ge­org Fun­ke, ge­hör­te auf dem Hö­he­punkt der Fi­nanz­kri­se 2008 da­zu - und ver­ließ Deutsch­land. En­de April wur­de der ehe­ma­li­ge Vor­stands­vor­sit­zen­de des welt­weit ver­netz­ten In­sti­tuts 63 Jah­re alt. Nun ist Fun­ke im Aus­land ge­stor­ben, wie sein An­walt am Di­ens­tag be­rich­te­te - zu ei­nem ihm nicht genau be­kann­ten Zeit­punkt.

Fun­ke galt vie­len Kri­ti­kern vor al­lem in der Bun­des­re­pu­blik als ein „Ge­sicht der Fi­nanz­kri­se“. Sein Na­me ging um die Welt, als ein Mil­li­ar­den­loch bei der HRE den Fi­nanz­platz Deutsch­land im Sep­tem­ber 2008 in ei­ne Schock­star­re ver­setz­te. Der Bund war ge­zwun­gen, die Bank zu ver­staat­li­chen so­wie mit Fi­nanz­hil­fen und Bürg­schaf­ten über ins­ge­samt rund 135 Mil­li­ar­den Eu­ro vor dem Kol­laps zu ret­ten. Un­zäh­li­ge Ak­tio­nä­re ver­lo­ren ihr Geld.

Dass der Bank­chef nach sei­ner Ab­lö­sung auch noch auf Ge­halts- und Pen­si­ons­zah­lun­gen in Mil­lio­nen­hö­he klag­te, schien dem Gan­zen die Kro­ne auf­zu­set­zen. In der Öf­fent­lich­keit wur­de Fun­ke so für vie­le zum Sym­bol des Zo­ckers und des Gier-Ban­kers. So­gar beim Spa­zier­gang im Wald sei er ver­folgt wor­den, sag­te sein An­walt.

Aber Fun­ke fühl­te sich zu Un­recht ver­folgt. Er ver­kauf­te sei­ne Vil­la in Mün­chen und ver­leg­te sei­nen Wohn­sitz nach Mallor­ca. Auf der liebs­ten Fe­ri­en­in­sel der Deut­schen han­del­te er fort­an mit Lu­xus­im­mo­bi­li­en und ließ in meh­re­ren In­ter­views wis­sen, dass er kei­ne Schuld für das HRE-Dra­ma tra­ge.

Der ge­bür­ti­ge Gel­sen­kir­che­ner hat­te sich seit sei­nem Be­triebs­wirt­schafts­stu­di­um im­mer mit Im­mo­bi­li­en be­schäf­tigt. Sei­ne Lauf­bahn star­te­te der Fa­mi­li­en­va­ter 1972 bei der West­deut­schen Wohn­häu­ser AG in Es­sen. 1984 kam er zur da­ma­li­gen Hy­po-Bank, über­nahm dann in der Hy­po­Ver­eins­bank die Lei­tung des Im­mo­bi­li­en­be­reichs in Groß­bri­tan­ni­en und rück­te 2003 an die Spit­ze der Hy­po Re­al Esta­te. Bis zum gro­ßen Knall 2008. Die Staats­an­walt­schaft warf Fun­ke vor, die La­ge der HRE in der Jah­res­bi­lanz für 2007 und im Halb­jah­res­be­richt 2008 be­wusst ge­schönt zu ha­ben.

Doch von den Vor­wür­fen blieb nicht viel üb­rig. Vor ei­nem Jahr stell­te das Land­ge­richt Mün­chen den Pro­zess ge­gen Fun­ke ein. Zu­letzt wa­ren ihm oh­ne­hin kei­ne fal­schen Zah­len oder Fak­ten mehr vor­ge­wor­fen wor­den, son­dern nur noch ei­ne Über­schrei­tung sei­nes Spiel­raums bei der Be­wer­tung der Li­qui­di­tät der Bank.

Weil die­se mög­li­che Ta­ten zu­dem ein Jahr­zehnt zu­rück­la­gen und Fun­ke durch die Vor­wür­fe so­wie mas­si­ve per­sön­li­che An­grif fe stark be­las­tet wor­den sei, stell­ten die Rich­ter den Pro­zess ein. Der eins­ti­ge Im­mo­bi­li­en-Kö­nig muss­te am En­de 18.000 Eu­ro zah­len - an ge­mein­nüt­zi­ge Initia­ti­ven. Da­nach wur­de es still um Ge­org Fun­ke.

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