Okay in 60 Se­kun­den: Her­tha-Lieb­ling Dar­dai auch 2019/20 Chef­trai­ner

Amerika Woche - - Die Hauptstadt-seiten -

Der Haupt­stadt­club selbst wer­tet es gar nicht als News weil es ein

nor­ma­ler Vor­gang sei. Die ra des bei Her­tha

ua­si un­künd­ba­ren al Dar­dai als Bun­des­li­ga

oach wird min­des­tens um ei­ne wei­te­re ai­son verl ngert. Das es­pr ch dar­über soll nur ganz kurz ge­we­sen sein.

Her tha-Ur­ge­stein Pal Dar­dai konn­te die Auf­re­gung gar nicht ver­ste­hen. Kurz vor dem für den Ber­li­ner Ver­ein be­son­de­rem Bun­des­li­ga-Heim­spiel ge­gen Schal­ke 04 wur­de be­kannt, dass der Haupt­stadt­club auch in der kom­men­den Sai­son wei­ter von Re­kord­spie­ler und Fan­lieb­ling Dar­dai ge­coacht wer­den soll.

„Ich weiß nicht, war­um es so wich­tig ist. So lan­ge wir Ver­trau­en ha­ben, bin ich hier Trai­ner. Ich bin nicht der Typ, der un­be­dingt wei­ter­ma­chen will und um ei­ne wei­te­re Chan­ce bet­telt“, sag­te Dar­dai. „Wir re­den sehr viel, das dau­ert ma­xi­mal ei­ne Mi­nu­te bis zum Okay“, er­klär­te Dar­dai zu den Ge­sprä­chen mit Ma­na­ger Micha­el Preetz und zur Zu­kunft sei­ner Trai­ner-Ära in Ber­lin.

Dar­dai war am 5. Fe­bru­ar 2015 zum Chef­trai­ner be­för­dert wor­den und ist in­zwi­schen in der Fuß­ball-Bun­des­li­ga nach Chris­ti­an Streich (SC Frei­burg) der dienst­äl­tes­te Coach un­ter den ak­tu­el­len Trai­nern. Her­tha be­stä­tig­te die Ei­ni­gung über ei­ne wei­te­re Sai­son mit Dar­dai als Coach der 1. Mann­schaft, ver­wies aber zu­gleich noch­mals auf die be­son­de­re Ver­trags­si­tua­ti­on mit dem 42-jäh­ri­gen Un­garn. „Die Kon­stel­la­ti­on, die wir ge­wählt ha­ben, ist be­kannt“, er­klär­te Ma­na­ger Micha­el Preetz.

Es ge­be kei­nen neu­en Ver­trags­ab­schluss, denn Dar­dai ha­be ei­nen un­be­fris­te­ten Ver­trag mit Her­tha und wür­de ir­gend­wann wie­der in den Nach­wuchs­be­reich zu­rück­ge­hen, be­ton­te Preetz. Jetzt aber kön­ne die Öf­fent­lich­keit mit­neh­men, „dass wir mit­ein­an­der ge­spro­chen ha­ben und dass wir auf den ge­mein­sa­men Weg uns wie im­mer ver­stän­digt ha­ben. Der heißt, dass Pal in die­ser Sai­son und auch in der nächs­ten Sai­son un­ser Trai­ner sein soll“und das sei als Ver­ant­wort­li­cher für die Bun­des­li­ga-Mann­schaft ge­meint.

Das Fach­ma­ga­zin „Ki­cker“hat­te be­rich­tet, dass sich Preetz und Dar­dai schon En­de des Vor­jah­res auf die Fort­set­zung der Zu­sam­men­ar­beit im Pro­fi­be­reich ver­stän­digt hätten. „Pal ist seit et­li­chen Jah­ren un­ser Trai­ner. Dass er auch nächs­te Sai­son un­ser Trai­ner ist, kann ich be­stä­ti­gen“, er­gänz­te der Ma­na­ger. Es ha­be zwar ein biss­chen Auf­re­gung ge­ge­ben, „aber das ist ei­gent­lich ein nor­ma­ler Vor­gang“, sag­te Preetz: „Pal ist un­ser Trai­ner. Na­tür­lich geht es auch dar­um, dass wir uns ir­gend­wann mal zu­sam­men­set­zen und be­spre­chen, wie wir wann und wo wei­ter­ma­chen.“

Die in der Fuß­bal­lBun­des­li­ga un­üb­li­che Ver­trags­kon­stel­la­ti­on kam vor vier Jah­ren nach der Ab­lö­sung von Jos Lu­hu­kay vor al­lem durch die be­son­de­re Stel­lung von Dar­dai im Ver­ein zu­stan­de. Der Un­gar war 1997 als 20-Jäh­ri­ger nach Ber­lin ge­kom­men, stieg zum Re­kord­spie­ler und Sym­pa­thie­trä­ger auf, mach­te dann als Nach­wuchs­coach wei­ter. „In mir fließt blau­es Blut“, be­schrieb Dar­dai ein­mal die spe­zi­el­le Be­zie­hung zu sei­nem Club. 286 Spie­le ab­sol­vier­te er in der Bun­des­li­ga, 42 im Eu­ro­pa­cup, 404 Mal lief er ins­ge­samt für die BlauWei­ßen auf - al­les Re­kord­wer­te beim Ber­li­ner Tra­di­ti­ons­ver­ein. Für Dar­dai, der in­zwi­schen bei der Her­tha mit 135 Par­ti­en nach Hel­mut Krons­bein (212) und Jür­gen Rö­ber (157) auch der Trai­ner mit den meis­ten Spie­len auf der Bank ist, bleibt sein Club wei­ter ei­ne Her­zens­an­ge­le­gen­heit. „Es geht nicht um das Ge­halt oder dar­um, ex­tra noch zu zo­cken“, be­rich­te­te er von den Ge­sprä­chen mit Ma­na­ger Preetz: „Wenn uns et­was drückt, re­den wir. Da wird gar nichts un­ter den Tep­pich ge­scho­ben. Da­durch funk­tio­nie­ren wir seit bald vier Jah­ren, was nicht nor­mal ist.“Üb­ri­gens: Trai­ner-Sohn Pal­ko Dar­dai (run­des Fo­to) wird wie sein Va­ter Her­tha BSC wei­ter treu blei­ben. Die Ber­li­ner ha­ben ge­ra­de den Ver­trag mit dem 19 Jah­re al­ten Ta­lent ver­län­gert.

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