Fuß­ball-Ma­na­ger Ret­tig: Oh­ne Main­stream-Mei­nung gibt es Kri­tik

Amerika Woche - - Sport -

Augs­burg (dpa) - Fuß­bal­lMa­na­ger Andre­as Ret­tig (gro­ßes Fo­to rechts) hat sich in der von Ste­fan Kretz­sch­mar (klei­nes Fo­to) an­ge­sto­ße­nen De­bat­te zur Mei­nungs­frei­heit auf die Sei­te des ehe­ma­li­gen Handball-Na­tio­nal­spie­lers ge­stellt. „Wenn du mal kei­ne Main­stream-Mei­nung ver­trittst, be­kommst du von al­len Sei­ten auf die Oh­ren“, sag­te der Ge­schäfts­füh­rer des Fuß­ball-Zweit­li­gis­ten FC St. Pau­li. Er ha­be das auch bei sich selbst be­ob­ach­tet, so der 55-Jäh­ri­ge.

Ret­tig for­der­te al­le Sport­ler auf, Hal­tung und Flag­ge zu zei­gen. „Das gilt auch für uns Fuß­bal­ler“, mein­te er. „Da muss man auch mal für Din­ge ein­ste­hen, auch wenn das ei­nen per­sön­li­chen Nach­teil bringt“, sag­te Ret­tig. „Lei­der sind wir im Fuß­ball schon zu glatt ge­schlif­fen“, kri­ti­sier­te der Ma­na­ger.

„Ich hab für mich ent­schie­den, nicht mehr mit den Wöl­fen zu heu­len. Dass ich das in jün­ge­ren Jah­ren auch an­ders ge­hand­habt ha­be, will ich nicht ver­heh­len.“

Ex-Handball-Pro­fi Kretz­sch­mar hat­te jüngst ge­sagt, dass Pro­fi-Sport­ler in Deutsch­land kei­ne ge­sell­schafts­o­der re­gie­rungs­kri­ti­sche Mei­nung ha­ben dürf­ten und da­mit ei­ne ge­sell­schaft­li­che De­bat­te an­ge­sto­ßen.

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