Amerika Woche : 2019-02-11

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Nachrichten Seite 5 AMERIKA WOCHE 11. Februar 2019 2 ACADEMY AWARD® NOMINATIONS BEST FOREIGN LANGUAGE FILM BEST CINEMATOGRAPHY CALEB DESCHANEL, ASC “ONE OF THE BEST FILMS OF THE DECADE.” -Kyle Smith, NATIONAL REVIEW NEVER LOOK AWAY INSPIRED BY TRUE EVENTS A FILM BY WWW.SONYCLASSICS.COM FLORIAN HENCKEL DONNERSMARCK VON NOW PLAYING CITY CINEMAS PARIS THEATRE 4 WEST 58TH ST. 212-688-3800 WWW.THEPARISTHEATRE.COM CRITICS’ PICK VIEW THE TRAILER AT WWW.NEVERLOOKAWAY.COM Das hat‘s gerade noch gebraucht. Der Genderwahnsinn greift immer weiter um sich und wird dabei immer bizarrer. So auch in der niedersächsischen Hauptstadt Hannover. Dort sollen «Lehrer» und «Wähler» bald passé sein und an ihre Stelle «Lehrende» und «Wählende» treten. Die niedersächsische Landeshauptstadt hat eine neue «Empfehlung für eine geschlechtergerechte Verwaltungssprache» veröffentlicht. Na, danke sehr! «Es ist ein Prozess, niemand wird gezwungen», sagte Stadtsprecherin Ulrike Serbent. Innerhalb des Rathauses habe es bisher nur positive Reaktionen und konstruktive Nachfragen gegeben. Gegenmeinungen sind wohl auch eher nicht gern gesehen. Und Hannover setzt sogar noch einen drauf, zumindest im Bereich der Begründung: Die 530.000-Einwohner-Stadt möchte mit der Sprachempfehlung der «Vielzahl geschlechtlicher Identitäten» Rechnung tragen. Aha! In den sozialen Medien löste das spontan Häme und Kritik aus. Wenn möglich, sollen umfassende Formulierungen wie «Redepult» statt «Rednerpult» oder «Teilnahmeliste» statt «Teilnehmerliste» verwendet werden, heißt es in der neuen Broschüre weiter. Gibt es keine Alternative, wird der Gender-Star empfohlen - zum Beispiel «der*die Ingenieur*in». Mit «geschlechtergerechter Sprache» haben sich nach Angaben des Deutschen Städtetages in der Vergangenheit schon Kommunen wie Leipzig, Flensburg oder Tübingen beschäftigt. Hannover verwendete bisher das sogenannte Binnen-I (etwa in «LehrerInnen»), das jetzt vom Sternchen (*) abgelöst wird. Wie schön, denn da zeigt sich, dass sich die Politiker in Niedersachsen noch um die Sachen kümmern, die wirklich wichtig sind. Machen wir doch gleich weiter: Freuen wir uns auf den morgendlichen Aufgang der Sonne und des Sonnerichs, am Abend auf den Untergang des Mondes und der Möndin, wenn‘s kalt Zum Abendessen gibt es dann ein Glas Wein oder Weinin, für die Jüngeren einen Sprudel oder eine Sprudeline - alles kein Problem, denn hinter den heimischen Mauern oder Mäuerinnen kann ja Mensch oder Menschin tun und lassen, was ihm bzw. ihr Spaß macht - weitestgehend.

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