Un­ge­wöhn­li­ches Dop­pelstern­sys­tem gibt neue Rät­sel auf

Der Standard - - WISSENSCHAFT -

Not­re Da­me / Wi­en – As­tro­no­men hat­ten das pul­sie­ren­de Dop­pelstern­sys­tem AR Scor­pii zwar schon vor Jahr­zehn­ten ent­deckt, aber nicht als sol­ches er­kannt. Erst im Vor­jahr stell­te sich her­aus, dass es sich da­bei nicht um ei­nen Ein­zels­tern han­delt, son­dern um ein Duo aus ei­nem Ro­ten und ei­nem Wei­ßen Zwerg, die ein­an­der al­le 3,6 St­un­den um­krei­sen.

Ungewöhnlich dar­an ist, dass der Wei­ße Zwerg knapp al­le zwei Mi­nu­ten ei­nen mas­si­ven Strah­lungs­aus­bruch ver­ur­sacht, der das gan­ze Sys­tem kurz hell auf­leuch­ten lässt. Nun fiel US-For­schern beim Ver­gleich von Da­ten des Ke­p­ler-Welt­raum­te­le­skops von 2014 mit Da­ten aus dem Jahr 2005 auf, dass sich die Hel­lig­keit von AR Scor­pii auch in­ner­halb die­ses Zei­t­raums ver­än­dert hat.

Wie die Wis­sen­schaf­ter in den Astro­phy­si­cal Jour­nal Let­ters be­rich­ten, zeig­te sich, dass das Hel­lig­keits­ma­xi­mum im Zuge des Or­bits der Ster­ne 2005 et­was spä­ter er­reicht wur­de als knapp zehn Jah­re da­nach. „Das löst das Rät­sel um AR Scor­pii nicht, aber es ist ein wei­te­res Puz­zle­stück“, sag­te Ko­au­tor Pe­ter Gar­na­vich von der Uni­ver­si­ty of Not­re Da­me. (da­re)

Il­lus­tra­ti­on: M. Garlick / Uni­ver­si­ty of War­wick

Der Wei­ße Zwerg (rechts) ver­ur­sacht Strah­lungs­pul­se.

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