Er­win Mo­ser 1954–2017

Der Standard - - KULTUR -

– Der viel­fach aus­ge­zeich­ne­te Kin­der­buch­au­tor und Il­lus­tra­tor Er­win Mo­ser ist am Mitt­woch im Al­ter von 63 Jah­ren in Wi­en ge­stor­ben. Dies be­stä­tig­te Mo­sers Ehe­frau, Ruth Mo­ser, am Frei­tag der APA. Der Au­tor litt seit 16 Jah­ren an ei­ner schwe­ren Ner­ven­krank­heit.

Er­win Mo­ser zählt zu den wich­tigs­ten Ver­tre­tern der deutsch­spra­chi­gen Kin­der­li­te­ra­tur. 2000 wur­de ihm der Ti­tel „Kin­der­buch­au­tor des Jah­res“zu­er­kannt, 2002 er­hielt er das Gol­de­ne Eh­ren­zei­chen für die Ver­diens­te um die Re­pu­blik Ös­ter­reich.

Nach ei­ner Leh­re als Schrift­set­zer ver­such­te sich Mo­ser spä­ter als Ma­ler. Durch ei­nen Il­lus­tra­ti­ons­auf­trag kam er auf die Idee, das zu ma­chen, was er schon im­mer ma­chen woll­te: Ge­schich­ten schrei­ben und Bil­der da­zu ma­len. 1980 ver­öf­fent­lich­te er sein ers­tes Buch, Jen­seits der gro­ßen Sümp­fe, mit dem er sei­ner bur­gen­län­di­schen Hei­mat­ge­mein­de Gols (wie­wohl in Wi­en ge­bo­ren) ein Denk­mal setz­te. In den fol­gen­den drei­ßig Jah­ren er­schie­nen über ein­hun­dert Bü­cher, dar­un­ter sechs Kin­der­ro­ma­ne, Fa­bel- und Bil­der­bü­cher wie Der Ra­be Al­fons, Ge­schich­ten aus der Fla­sche im Meer oder Der Dachs schreibt hier bei Ker­zen­licht.

Die Wer­ke Mo­sers wur­den in mehr als 20 Spra­chen über­setzt. In Gols ist dem Schrift­stel­ler auch ein Mu­se­um ge­wid­met. Das Be­gräb­nis ist für 28. Ok­to­ber in Gols vor­ge­se­hen. (APA), (red)

Wi­en

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