Netz­neu­tra­li­tät: Ver­fah­ren we­gen neu­en A1-Di­ensts

Der Standard - - WIRTSCHAFT -

Wi­en – Schon be­vor A1 sein neu­es An­ge­bot of­fi­zi­ell am Di­ens­tag vor­stell­te, hat die Te­le­kom­be­hör­de RTR ein Ver­fah­ren ge­gen den Mo­bil­fun­ker ein­ge­lei­tet. Die­ser soll mit sei­nem Dienst „Free Stream“ge­gen die Re­geln der Netz­neu­tra­li­tät ver­sto­ßen. Mit dem An­ge­bot kön­nen Kun­den be­stimm­te Au­dio- und Vi­deo­diens­te wie Net­flix, Ama­zon Pri­me Vi­deo oder Spo­ti­fy nut­zen, oh­ne da­für das Da­ten­vo­lu­men ih­res Ta­rifs zu be­las­ten. Die­se Be­vor­zu­gung ei­ni­ger An­bie­ter ist der RTR ein Dorn im Au­ge. Die EU-Richt­li­ni­en zur Netz­neu­tra­li­tät se­hen vor, dass be­stimm­ten Da­ten­pa­ke­ten in Te­le­kom­mu­ni­ka­ti­ons­net­zen kei­ne Vor­fahrt auf der Da­ten­au­to­bahn ein­ge­räumt wer­den darf. Bei A1 sieht man dem Ver­fah­ren ge­las­sen ent­ge­gen, da im EU-Aus­land ver­gleich­ba­re Di­ens­te be­reits seit Mo­na­ten an­ge­bo­ten wer­den. Die Netz­ak­ti­vis­ten von Epi­cen­ter Works for­dern ein Ver­bot des Di­ens­tes. (sum)

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