Mo­tor­rad: Das Rät­seln nach dem Un­fall­tod – ei­ne Sze­ne steht un­ter schwe­rem Schock

Die Presse am Sonntag - - Euro2016 -

©er Fuß­bŻll­welt

Ös­ter­reich star­tet als Top-Ten-Na­ti­on in die Fuß­ball-EM in Frank­reich. Auf­takt­geg­ner Un­garn ist 20., Por­tu­gal liegt auf Rang acht und Is­land an 34. Stel­le. Von al­len 24 EMTeams sind nur Bel­gi­en (2.), Welt­meis­ter Deutsch­land (4.), Eu­ro­pa­meis­ter Spa­ni­en (6.) und Por­tu­gal bes­ser klas­siert als das ÖFB-Team. BŻr­ce­lonŻ. Am Sams­tag, ei­nen Tag nach dem töd­li­chen Sturz des spa­ni­schen Mo­tor­rad­pi­lo­ten Lu­is Sa­lom, ha­ben die Ver­ant­wort­li­chen De­tails über den Un­fall-Her­gang be­kannt­ge­ge­ben. „Er ist mit dem Kör­per in sein ei­ge­nes Mo­tor­rad ge­stürzt, das vom Air­fence zu­rück­ge­wor­fen wur­de“, er­klär­te Car­me­lo Ez­pel­eta, Chef des Grand-Prix-Ver­mark­ters Dor­na, auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz auf dem Cir­cuit de Bar­ce­lo­na-Ca­ta­lun­ya.

War­um der 24-Jäh­ri­ge am Frei­tag die Kon­trol­le beim Trai­ning der Mo­to2 über sei­ne Ma­schi­ne ver­lo­ren hat­te, ist in­des noch un­ge­klärt. Die Da­ten-Aus­wer­tung ha­be er­bracht, dass Sa­lom an ei­ner un­ge­wöhn­li­chen Stel­le ge­bremst ha­be. „Es war ein­fach ein sehr un­glück­li­cher und un­er­klär­li­cher Un­fall“, sag­te FIM-Si­cher­heits­chef Fran­co Un­ci­ni auf ei­ner Pres­se­kon­fe­renz. Das Mo­tor­rad und die elek­tro­ni­schen Da­ten sei­en noch im­mer be­schlag­nahmt, teil­te der Welt­ver­band FIM am Sams­tag mit.

Der por­tu­gie­si­sche Mo­to2-Pi­lot Mi­guel Olivei­ra, der zum Zeit­punkt des Un­falls hin­ter Sa­lom fuhr, sag­te: „Er war viel zu schnell, aber dort ist über­all As­phalt und da lässt sich das Mo­tor­rad nur schwer ver­lang­sa­men.“

Am Mor­gen des zwei­ten Trai­nings­ta­ges am Sams­tag herrsch­te auf dem Ci­cuit de Ca­ta­lun­ya im Fah­rer­la­ger ge­drück­te Stim­mung. Vie­le Pi­lo­ten, Mecha­ni­ker, In­ge­nieu­re und das Per­so­nal des spa­ni­schen WM-Pro­mo­ters Dor­na stam­men wie Sa­lom aus Spa­ni­en. „Ich bin am Bo­den zer­stört, trau­rig und sprach­los“, twit­ter­te Mo­toGP-Welt­meis­ter Jor­ge Lo­ren­zo. Sa­loms Fa­mi­lie sprach sich den­noch für ei­ne Fort­füh­rung des Grand Prix aus.

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