Jetzt wird Ju­li­an sich bes­sern!

Die Presse am Sonntag - - Lesenhören - THO­MAS KRAMAR

The Strokes: »Th­re­at of Joy«. „And for the first time in my li­fe“, nä­selt Ju­li­an Cas­ablan­cas, „I’m gon­na get mys­elf right.“Ein gu­ter Vor­satz. Von wel­chen Las­tern er sich be­frei­en will, dar­über sind sich die Strokes-Ex­ege­ten un­eins, aber al­le stel­len fest: Wenn er sich Bes­se­rung vor­nimmt, klingt es noch mehr als sonst nach Lou Reed. Zum Nie­der­kni­en ist auch, wie er sich gleich dar­auf – ab­sicht­lich? – ver­has­pelt und zwei­mal braucht, bis er die Wört­chen „I tried“her­aus­kriegt. Dass die­ser Song schon als drit­ter aus der EP „Fu­ture Pre­sent Past“ins Netz ge­stellt wor­den ist, ver­dankt sich der Tat­sa­che, dass das Vi­deo zum ers­ten („Ob­li­vi­us“) an­geb­lich we­gen zu po­li­ti­scher In­hal­te ge­stoppt wur­de. Nun sieht man zu „Th­re­at of Joy“, wie Män­ner in An­zü­gen und Schwei­ne­mas­ken ein Vi­deo­band zu steh­len ver­su­chen, und man sieht Slo­gans wie „Wall Street: We ma­ke mo­ney, so you don’t ha­ve to.“Schwa­ches Vi­deo, an­stän­di­ge Bot­schaf­ten, fei­ner Song.

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