Die Fahrt ans Meer macht al­les nur noch schlim­mer

Die Presse am Sonntag - - Leben - VON BET­TI­NA ST­EI­NER

Ron­ja von Rön­nes Trau­er­ro­man „Wir kom­men“. Bis­her ist No­ra, die uns die­se Ge­schich­te er­zählt, im­mer ans Meer ge­fah­ren, wenn et­was „schlimm“war. Und jetzt ist al­les sehr, sehr schlimm: Die Ju­gend­freun­din Ma­ja ist tot, das be­haup­tet zu­min­dest ei­ne Par­te, das be­haup­tet Ma­jas Mut­ter, ganz will No­ra es nicht glau­ben, denn „die hat frü­her schon kaum mit­be­kom­men, dass Ma­ja lebt, wes­halb es mich wun­dern wür­de, wenn sie et­was von Ma­jas Tod be­merkt hät­te“. Und als wä­re das nicht ge­nug, be­ginnt es auch in der Be­zie­hung bzw. den Be­zie­hun­gen zu kri­seln. Der Erst­ling von Ron­ja von Rön­ne, 1992 in Ber­lin ge­bo­ren, seit 2015 Re­dak­teu­rin des Feuille­tons der „Welt“, er­zählt vom Auf­wach­sen auf dem Land, dem Schei­tern in der Stadt und ei­nem Meer, das auch nicht hel­fen kann.

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