LÄN­GE, BREI­TE

Die Presse am Sonntag - - Kunstmarkt -

Um ei­nen Punkt Ei­ne Null-Län­ge

auf der Er­de zu be­stim­men gibt man sei­ne Ko­or­di­na­ten an. Da­zu wird der Glo­bus mit ei­nem Netz aus ho­ri­zon­ta­len Li­ni­en (Brei­ten) und ver­ti­ka­len Li­ni­en (Län­gen) um­ge­ben. Es gibt von oben nach un­ten 180 Brei­ten­g­rad­li­ni­en und rings­um 360 Län­gen­gra­de. Ein Ort ist durch den Schnitt­punkt je­ner Li­ni­en de­fi­niert, auf dem er liegt. Doch wel­che Län­ge bzw. Brei­te hat die Zahl null, ist al­so Ba­sis für al­le an­de­ren?

Beim Brei­ten­grad

ist es leicht. Da die Dreh­ach­se der Er­de zwi­schen den Po­len läuft und die Er­de ho­ri­zon­tal ro­tiert, ist der Äqua­tor („Gleich­ma­cher“) je­ne Li­nie, die den Glo­bus in der Mit­te ho­ri­zon­tal schnei­det. Al­so ist er die Null­brei­te und Ba­sis von je 90 Brei­ten­gra­den nach Nor­den bzw. Sü­den zu den Po­len.

gibt es in der Na­tur nicht, man muss sie al­so will­kür­lich de­fi­nie­ren. Es gab da­für vie­le Mo­del­le, et­wa Län­gen (Me­ri­dia­ne) durch die Ka­na­ri­schen In­seln (sie gal­ten lan­ge als Wes­ten­de der Welt), Lis­s­a­bon, Paris, Kra­kau, Mek­ka. 1884 ei­nig­ten sich 20 Staa­ten auf ei­ne Li­nie durchs Ob­ser­va­to­ri­um in Gre­en­wich, London.

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