Min­dest­si­che­rung per Ge­setz

Rech­nungs­hof­prä­si­den­tin MŻr­git KrŻker schlägt ein Bun­des­ge­setz vor, statt mit den Län­dern über die Re­form zu ver­han­deln.

Die Presse am Sonntag - - Nachrichten -

Wien. Die Ne­os un­ter­stüt­zen den Vor­schlag von Rech­nungs­hof­prä­si­den­tin Mar­git Kra­ker, um die Patt­stel­lung rund um die Re­form der Min­dest­si­che­rung zu lö­sen: ei­ne bun­des­ge­setz­li­che Re­ge­lung. Der Ge­setz­ge­ber müss­te gar nicht den langen Ver­hand­lungs­weg mit den Län­dern be­schrei­ten, sag­te Kra­ker der „Klei­nen Zei­tung“. „Er könn­te ein Ge­setz über die Grund­sät­ze der Min­dest­si­che­rung er­las­sen, die Län­der ma­chen die Aus­füh­rungs­ge­set­ze.“Tat­säch­lich gibt die Ver­fas­sung dem Bund die Mög­lich­keit, die Grund­sät­ze des „Ar­men­we­sens“ge­setz­lich zu re­geln. Die heu­er aus­lau­fen­de Min­dest­si­che­rung be­ruht da­ge­gen auf ei­nem Bund-Län­der-Ver- trag, auf des­sen Ver­län­ge­rung sich SPÖ und ÖVP bzw. Bund und Län­der nicht ei­ni­gen kön­nen. Wenn sich je­des Bun­des­land sei­ne ei­ge­ne Re­ge­lung zim­me­re, dro­he im So­zi­al­be­reich ei­ne Ver­drän­gungs­po­li­tik, fürch­ten die Ne­os. Kür­zun­gen. In­zwi­schen gibt es ei­ne Kon­tro­ver­se über die ge­plan­te De­cke­lung der Min­dest­si­che­rung in Nie­der­ös­ter­reich: Laut Ar­muts­kon­fe­renz wür­de das für mehr als 2900 Kin­der Ver­schlech­te­run­gen brin­gen. Auch Fa­mi­li­en von Kin­dern mit Be­hin­de­rung sei­en be­trof­fen, weil pfle­gen­den An­ge­hö­ri­gen Be­zü­ge ge­kürzt wer­den könn­ten. Letz­te­res be­strei­tet die ÖVP Nie­der­ös­ter­reich. bis zu zwei Mil­lio­nen Nut­zern, für die am Frei­tag ei­ne Ge­den­knach­richt ein­ge­blen­det wur­de. Ein Spre­cher räum­te ei­nen „schreck­li­chen Feh­ler“ein.

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