Tod’s er­öff­net Sto­re in Wi­en

Ci­ty. War­um der Grün­der der ita­lie­ni­schen Mar­ke lang von ei­nem Stand­ort in Wi­en träum­te.

Die Presse - - MENSCHEN/VERANSTALTUNGEN -

Gum­mi­nop­pen auf ei­ner Le­der­soh­le – mit die­ser Idee schuf Tod’s-Fir­men­chef Die­go Del­la Val­le ei­nen Klas­si­ker, der seit den 1980er-Jah­ren Welt­kar­rie­re macht. Wie vie­le gu­te Ide­en, ist auch die­se dem Zu­fall ge­schul­det. An­geb­lich kam sie Del­la Val­le in den 80ern beim Stö­bern auf ei­nem Floh­markt. Er ent­deck­te ein Paar Renn­fah­rer­schu­he aus den 1950ern mit ver­stärk­ter Fer­sen­kap­pe und ei­ner Soh­le aus Gum­mi­nop­pen. Schön sah der Schuh zwar nicht aus, da­für war er be­quem. Die Tod’s-Ver­si­on ist nicht nur gut zu tra­gen, son­dern ver­kör­pert ita­lie­ni­sche Ele­ganz wie kaum ein an­de­res Pro­dukt.

Ita­lo-ös­ter­rei­chi­sche Ele­ganz

Seit ei­ni­ger Zeit hat die bör­se­no­tier­te Welt­mar­ke auch ei­nen Stand­ort am Gr­a­ben in Wi­en. Zur of­fi­zi­el­len Er­öff­nung am Don­ners­tag ka­men rund 200 Gäs­te: Ni­ki Lau­da schau­te trotz sei­nes ak­tu­el­len Bie­ter­ren­nens um die bank- ro­te Flug­li­nie Air Ber­lin vor­bei, auch sein Kol­le­ge und Ex-Renn­fah­rer Ger­hard Ber­ger, Neo-Po­li­ti­ke­rin und Opern­ball-Che­fin Ma­ria Groß­bau­er so­wie Opern­sän­ger Andre­as Scha­ger. Der be­kam spä­ter bei ei­nem Abend­es­sen im Pa­lais Pal­la­vici­ni zu­erst ein Ge­burts­tags­ständ­chen der Gäs­te ge- schenkt und be­gann dann selbst spon­tan zu sin­gen. Ein Ge­schäft in Wi­en zu ha­ben, das war schon lang sein Wunsch, er­zähl­te Die­go Del­la Val­le. „Wi­en ist ei­ne tol­le Stadt, die ich auch per­sön­lich sehr schät­ze. Die Men­schen hier sind sehr ele­gant. Das macht sie zu idea­len Kun­den für uns.“Im Flagship-Sto­re, der mit viel Mar­mor, Le­der und Chrom aus­ge­stat­tet ist, fällt der „Gom­mi­no“-Mo­kas­sin mit tra­di­tio­nell 133 Gum­mi­nop­pen in Na­gel­kopf­grö­ße auf - zu fin­den auf bei­den Eta­gen. Die Nop­pen zie­ren nicht nur Schuh­soh­len, son­dern auch Ta­schen und an­de­ren Ac­ces­soires. Sei­nen an­hal­ten­den Er­folg fasst der Un­ter­neh­mer so zu­sam­men: „Wir ste­hen für zeit­lo­sen Li­fe­style, best­mög­li­che Qua­li­tät und das rich­ti­ge Quänt­chen Spaß im Le­ben.“Del­la Val­le ist üb­ri­gens selbst sein bes­ter Kun­de. Er hat et­wa 200 Paar Mo­kas­sins in sei­nem pri­va­ten Be­sitz. „Ich muss mei­ne Pro­duk­te schließ­lich auch tes­ten.“(chri­le)

Tod’s-CEO Die­go Del­la Val­le (l.) und Ex-Renn­fah­rer Ger­hard Ber­ger.

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