Tot­schlag: Ge­richt er­höh­te Haft­stra­fe

Die Presse - - 24 STUNDEN -

Ein Be­ru­fungs­ge­richt hat ges­tern in ei­nem Tot­schlag­pro­zess die Haft­stra­fe für den An­ge­klag­ten er­höht: Ein 54-Jäh­ri­ger, der im ver­gan­ge­nen Ok­to­ber sei­ne 80-jäh­ri­ge Mut­ter mit ih­rem Hals­tuch er­dros­selt hat­te, wur­de zu sechs Jah­ren statt ur­sprüng­lich fünf Jah­ren Haft ver­ur­teilt. In ers­ter In­stanz war er des Mor­des an­ge­klagt ge­we­sen; die Ge­schwo­re­nen hat­ten aber mit 5:3 Stim­men auf Tot­schlag ent­schie­den. Aus­schlag­ge­bend für die Straf­an­he­bung wa­ren vor al­lem ge­ne­ral­prä­ven­ti­ve Er­wä­gun­gen. „Man muss der All­ge­mein­heit zei­gen, dass sol­che Hand­lun­gen ei­ne emp­find­li­che Sank­ti­on nach sich zie­hen“, sag­te der Se­nats­vor­sit­zen­de. Au­ßer­dem hät­te die ers­te In­stanz zu we­nig be­rück­sich­tigt, dass sich die Ge­walt­tat ge­gen ei­ne na­he An­ge­hö­ri­ge rich­te­te, was laut Straf­ge­setz­buch bei der Straf­zu­mes­sung ei­nen be­son­de­ren Er­schwe­rungs­grund dar­stellt.

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