Do­ber­nig zu 3000 Eu­ro ver­ur­teilt

Hai­der-Ver­trau­ter we­gen Nich­t­er­schei­nens vor U-Aus­schuss ver­ur­teilt.

Kleine Zeitung Steiermark - - POLITIK -

WI­EN. Das Bun­des­ver­wal­tungs­ge­richt hat den frü­he­ren Kärnt­ner Fi­nanz­lan­des­rat Harald Do­ber­nig (FPÖ/BZÖ/FPK) we­gen des­sen Nicht-Er­schei­nens im U-Aus­schuss zu ei­ner Stra­fe von 3000 Eu­ro ver­ur­teilt. Ein­ge­brockt hat sich Do­ber­nig, der auch Ex-Hy­po-Auf­sichts­kom­mis­sär und Bü­ro­lei­ter des ehe­ma­li­gen Lan­des­haupt­man­nes Jörg Hai­der war, den An­trag auf Beu­ge­stra­fe, weil er am 2. Sep­tem­ber un­ent­schul­digt nicht im Ho­hen Haus er­schien. Do­ber­nig kann sich noch an den Ver­wal­tungs­ge­richts­hof wen­den. Die Hö­he der Stra­fe konn­te zwi­schen 500 und 5000 Eu­ro, im Wie­der­ho­lungs­fall so­gar 2000 bis 10.000 Eu­ro be­tra­gen.

Da­vor war er schon ein­mal un­ver­rich­te­ter Din­ge aus dem U-Aus­schuss ab­ge­zo­gen, da sei­ne Ver­trau­ens­per­son Franz Groß­mann we­gen Be­fan­gen­heit vom Aus­schuss aus­ge­schlos­sen wor­den war. Dass Do­ber­nig vor zwei Wo­chen nicht auf­tauch­te, ar­gu­men­tier­te sein Rechts­bei­stand Groß­mann da­mit, dass man Be­schwer­de beim Ver­fas­sungs­ge­richts­hof ein­ge­bracht ha­be und des­sen Ent­schei­dung ab­war­ten wol­le. Do­ber­nig ist für 8. Ok­to­ber wie­der ge­la­den – un­ter An­dro­hung ei­ner po­li­zei­li­chen Vor­füh­rung, falls er wie­der nicht er­scheint.

In­halt­lich gänz­lich Neu­es hat sich durch die gest­ri­ge Be­fra­gung von Jo­sef Christl, der in den frü­hen 2000er-Jah­ren als Ka­bi­netts­mit­glied des da­ma­li­gen Fi­nanz­mi­nis­ters Karl-Heinz Gras­ser und spä­ter als No­ten­bank-Di­rek­to­ri­ums­mit­glied tä­tig war und die Hy­po Al­pe Adria von 2009 bis 2014 be­riet, nicht er­ge­ben. Christl mein­te, „auch die bes­te Auf­sicht macht ein­mal Feh­ler“. Ähn­lich wie vie­le Aus­kunfts­per­so­nen zu­vor sah er Feh­ler bei an­de­ren.

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