Auf dem Mars

Neue Ana­ly­sen deu­ten dar­auf hin, dass es auf dem Mars auch heu­te noch flüs­si­ges Was­ser gibt. Das ist für die Su­che nach ver­gan­ge­nem oder exis­tie­ren­dem Le­ben von sehr gro­ßer Be­deu­tung.

Kleine Zeitung Steiermark - - | INTERNATIONAL -

Für je­de uns be­kann­te Form von Le­ben ist flüs­si­ges Was­ser ei­ne Vor­aus­set­zung. Des­halb be­mü­hen sich Wis­sen­schaft­ler der Raum­fahrt­be­hör­de Na­sa seit Jah­ren, ei­nen Nach­weis für Was­ser auf dem Ro­ten Pla­ne­ten zu lie­fern. Dass Was­ser in ge­fro­re­nem Zu­stand im Mars­bo­den vor­han­den ist, weiß man schon seit ei­ni­ger Zeit si­cher. Auch dass es frü­her ein­mal flüs­sig war, scheint be­wie­sen. Nur di­rek­te Be­ob­ach­tun­gen von flüs­si­gem Was­ser fehl­ten bis jetzt, auch wenn es seit Mo­na­ten Spe­ku­la­tio­nen dar­über ge­ge­ben hat. Der US-Raum­fahrt­be­hör­de Na­sa lie­gen nun Be­wei­se für flüs­si­ges Was­ser auf dem Mars vor. „Un­ter be­stimm­ten Ge­ge­ben­hei­ten wur- de flüs­si­ges Was­ser auf dem Mars ge­fun­den“, sag­te der Lei­ter des Na­sa-Pla­ne­ten­pro­gramms, Jim Gre­en, am Mon­tag­abend bei ei­ner Pres­se­kon­fe­renz. Es soll sich um Salz­la­ke-Bä­che han­deln, die mög­li­cher­wei­se auch auf Bak­te­ri­en und mi­kro­bi­el­les Le­ben auf dem Ro­ten Pla­ne­ten schlie­ßen las­sen.

Salz­la­ke-Bä­che

„Der Mars ist nicht der tro­cke­ne, aus­ge­dörr­te Pla­net, für den wir ihn in der Ver­gan­gen­heit ge­hal­ten ha­ben“, sag­te Gre­en. John Gruns­feld von den Na­sa-Wis­sen­schafts­mis­sio­nen sprach von ei­nem „be­deu­ten­den Fort­schritt“. Es scheint be­stä­tigt zu sein, dass „Was­ser in Form von Salz­la­keBä­chen heu­te auf dem Mars fließt“, sag­te der ehe­ma­li­ge As­tro­naut. Dunk­le Schlie­ren, die sich an Hän­gen an der Mar­sOber­flä­che hin­ab­zie­hen, wa­ren vor rund vier Jah­ren ent­deckt wor­den. Sie sind meh­re­re Hun­dert Me­ter lang und bis zu fünf Me­ter breit.

Wis­sen­schaft­ler hat­ten bis­her aber kei­nen Be­weis, dass die­se Schlie­ren, die im Früh­jahr ent­ste­hen, im Som­mer grö­ßer wer­den und im Herbst ver­schwin­den,

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