Viel­sei­ti­ger Lieb­ling der Kon­zert­be­su­cher

Pia­nist Wal­ter Kam­per starb mit 83 Jah­ren.

Kleine Zeitung Steiermark - - | KULTUR - ERNST NAREDI- RAI­NER

GRAZ. Jahr­zehn­te­lang zähl­te er zu den Lieb­lin­gen der Gra­zer Kon­zert­be­su­cher, füll­te er mit sei­nen So­lo­aben­den mü­he­los den Ste­pha­ni­en­saal: We­ni­ge Ta­ge vor sei­nem 84. Ge­burts­tag ist Wal­ter Kam­per ge­stor­ben.

In ei­ner Zeit, in der sich die meis­ten Pro­fes­so­ren der Gra­zer Mu­sik­hoch­schu­le auf den Un­ter­richt kon­zen­trier­ten, trat er re­gel­mä­ßig auf das Kon­zert­po­di­um: „Als Leh­rer an der Mu­sik­hoch­schu­le füh­le ich mich ver­pflich­tet zu zei­gen, dass man auch ma­chen kann, was man lehrt“, be­ton­te er in ei­nem Ge­spräch mit der Klei­nen Zei­tung.

Am 6. Ok­to­ber 1931 in Wi­en ge­bo­ren, de­bü­tier­te Wal­ter Kam­per nach sei­nem Stu­di­um in Wi­en und Berlin 1951 als Kon­zert­pia­nist, der bald Plat­ten­auf­nah­men mach­te und mit dem 1964 ge­grün­de­ten Haydn-Trio auch als Kam­mer­mu­si­ker in­ter­na­tio­nal re­üs­sier­te. Ab 1963 un­ter­rich­te­te er bis zu sei­ner Eme­ri­tie­rung im Jahr 2000 in Graz (zu sei­nen Schü­lern ge­hör­te der heu­ti­ge Vi­ze­rek­tor Ei­ke St­raub). Hier fei­er­te er mit ei­nem brei­ten Re­per­toire von Mo­zart über Cho­pin bis zu Rach­ma­ni­now Tri­um­phe, er hob aber auch im Mu­sik­ver­ein ein Kla­vier­kon­zert von Diet­mar Po­lac­zek aus der Tau­fe.

Der Pia­nist Wal­ter Kam­per starb kurz vor sei­nem 84. Ge­burts­tag

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