Sän­ge­rin mit Au­to über­rollt: Freund ent­haf­tet

Nach zwei Mo­na­ten U-Haft. 32-Jäh­ri­ge starb nach durch­zech­ter Nacht auf Feld­weg.

Kleine Zeitung Steiermark - - | ÖSTERREICH -

ST. PÖL­TEN. Neu­er­li­che Wen­de im Fall ei­ner im Ju­li im nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Wolfs­thal vom Van ih­res Freun­des über­roll­ten und ge­tö­te­ten Frau. Der Tod der 32jäh­ri­gen Schau­spie­le­rin und Sän­ge­rin war von An­fang an mys­te­ri­ös. Das Paar hat­te am Un­glücks­tag ge­mein­sam ein Dorf­fest be­sucht und reich­lich ge­trun­ken. Es kam zum Streit. Die Frau soll das Fest dar­auf­hin al­lei­ne ver­las­sen ha­ben. Ihr Freund folg­te ihr trotz star­ker Al­ko­ho­li­sie­rung mit dem Au­to. Auf ei­nem ker­zen­ge­ra­den Weg, un­weit vom Haus der bei­den, wur­de die 32-Jäh­ri­ge über­rollt. Drei St­un­den nach der Tra­gö­die hat­te der Mann im­mer noch 1,5 Pro­mil­le.

Nach­dem der 30-Jäh­ri­ge bei der Tat­ort-Re­kon­struk­ti­on wi­der­sprüch­li­che Aus­sa­gen ge­macht hat­te, wur­de er im Au­gust in UHaft ge­nom­men. Er hat­te stets be­haup­tet, die Frau nicht ge­se­hen zu ha­ben und sich den Vor­fall nicht er­klä­ren zu kön­nen. Nach zwei Mo­na­ten U-Haft wur­de er ges­tern ent­haf­tet. Der Ver­dacht, dass es sich um ein Vor­satz­de­likt han­delt, ha­be sich nicht er­här­tet, hieß es. Auch feh­le ein Mo­tiv. Der Ge­richts­psych­ia­ter hat­te ein­ge­räumt, dass es bei sol­chen Er­eig­nis­sen zu Ge­dächt­nis­ver­lust kom­men kön­ne. Al­ko­ho­li­sie­rung und schlech­te Licht­ver­hält­nis­se dürf­ten da­zu ge­führt ha­ben, dass er sei­ne am Bo­den lie­gen­de Part­ne­rin nicht ge­se­hen hat­te, so der Staats­an­walt. Zie­hung vom 29. Sep­tem­ber 2015

Huf­ei­sen

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