Haupt­sa­che, die Kas­se stimmt

Die heu­te zu ver­han­deln­de Auf­sto­ckung der Fuß­ball-wm schei­det die Geis­ter. Ab 2026 könn­te mit 48 Mann­schaf­ten ge­spielt wer­den.

Kleine Zeitung Steiermark - - DIENSTAG, 10. JÄNNER 2017 - Von Hu­bert Gig­ler

FUSSBALL-WM

Ge­spielt wird übe­r­all auf die­sem Pla­ne­ten, aber am Ball ist heu­te wie­der ein­mal die Zü­ri­cher Wel­t­eli­te der Ki­cker­funk­tio­nä­re. Der so­ge­nann­te FI­FA-RAT tritt heu­te zu­sam­men, um vor al­lem über ein be­deut­sa­mes The­ma zu ver­han­deln, näm­lich die Zu­kunft der Fuß­ball­welt­meis­ter­schaft. Welt­ver­bands­prä­si­dent Gi­an­ni In­fan­ti­no plä­diert für ei­ne Auf­sto­ckung, und die­se soll­te sich nach den Vor­stel­lun­gen des Schwei­zers or­dent­lich ren­tie­ren. Da­her wur­de schon vor der Ta­gung ei­ne Va­ri­an­te in die Fa­vo­ri­ten­po­si­ti­on ge­ho­ben. Ab der WM 2026 soll­ten dem­nach 48 statt wie bis­her 32 Teams die End­run­de be­strei­ten. Dis­ku­tiert wer­den soll aber auch über an­de­re For­ma­te mit 40 Teil­neh­mern. LIVETICKER Die mut­maß­li­che Auf­sto­ckung wird höchst dif­fe­ren­ziert be­ur­teilt. Wäh­rend die Ver­tre­ter aus Asi­en und Afri­ka der Aus­wei­tung po­si­tiv ge­gen­über­ste­hen, regt sich vor al­lem aus Eu­ro­pa Wi­der­stand. Als ein zen­tra­les Ge­gen­ar­gu­ment wird die „sport­li­che Ver­wäs­se­rung“ins Tref­fen ge­führt. Die Lo­gik der An­ti­auf­sto­ckungs­front: Je mehr klei­ne Na­tio­nen teil­neh­men, des­to tie­fer fällt das Ni­veau der WM. Al­ler­dings steckt auch Kal­kül hin­ter der ab­leh­nen­den Hal­tung. So könn­ten Eu­ro­pa und Süd­ame­ri­ka ge­mein­sam nur drei der zu­sätz­li­chen 16 Start­plät­ze er­hal­ten.

In­fan­ti­no dürf­te je­doch die Mehr­heit des der­zeit 33köp­fi­gen Gre­mi­ums hin­ter sich ha­ben. Da­zu ge­sell­te sich in den ver­gan­ge­nen Ta­gen pro­mi­nen­te Un­ter­stüt­zung, et­wa vom afri­ka- ni­schen Alt­star Sa­mu­el Eto’o oder auch von Die­go Ma­ra­do­na. Sie stel­len den so­zia­len Aspekt in den Vor­der­grund. „So ha­ben Län­der die Mög­lich­keit zur Teil­nah­me, die nor­ma­ler­wei­se nie­mals ei­ne WM spie­len dürf­ten“, mein­te et­wa der Ar­gen­ti­ni­er. Dreh- und An­gel­punkt ist aber im Grun­de das lie­be Geld, denn die FI­FA ge­riet durch die zahl­rei­chen Skan­da­le auch in ei­ne fi­nan­zi­el­le Kri­se. Haupt­spon­so­ren sind ab­ge­sprun­gen, Er­satz wur­de bis­her trotz in­ten­si­ver Be­mü­hun­gen noch nicht in ge­wünsch­tem Aus­maß ge­fun­den. Ei­ne er­wei­ter­te Welt­meis­ter­schaft gilt da­her als zen­tra­le Ein­nah­me­quel­le, die Re­de ist von ei­nem Plus von min­des­tens ei­ner hal­ben Mil­li­ar­de Dol­lar. Ob heu­te schon ei­ne Ent­schei­dung fällt, ist of­fen. AB 17.45 UHR IN DER KLEI­NE-ZEI­TUNG-APP

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