Mit Rü­cken­wind ins neue Jahr

Die FPÖ hat die Hof­burg­wahl ver­lo­ren, star­tet mit mehr Rü­cken­wind ins neue Jahr als die Grü­nen, die Par­tei des Wahl­sie­gers.

Kleine Zeitung Steiermark - - SAMSTAG, 14. JÄNNER 2017 -

Nach der SPÖ, der ÖVP und den Grü­nen sind die Frei­heit­li­chen dran – mit ih­rem po­li­ti­schen Jah­res­auf­takt. Fast zwei Wo­chen nach dem 1. Jän­ner ver­an­stal­tet die FPÖ heu­te in Salz­burg ihr tra­di­tio­nel­les Neu­jahrs­tref­fen.

Der Ver­an­stal­tung gin­gen ei­ni­ge Ir­ri­ta­tio­nen vor­aus. Am ur­sprüng­li­chen Pla­kat war Nor­bert Ho­fer als Haupt­red­ner aus­ge­wie­sen. „Das war nur ein ers­ter schnel­ler Ent­wurf, der nicht aus­ge­go­ren war – und auch nicht für die Öf­fent­lich­keit be­stimmt war“, lau­te­te die Ent­schul­di­gung. Das wur­de dann schnell re­pa­riert – mit Heinz-chris­ti­an Stra­che als Hö­he­punkt und Nor­bert Ho­fer qua­si als Vor­band.

Ob es sich tat­säch­lich um ei­ne rein tech­ni­sche Pan­ne ge­han­delt hat? Seit dem ful­mi­nan­ten Ab­schnei­den von Nor­bert Ho­fer im Un­be­strit­ten als FPÖ-CHEF – zu­min­dest der­zeit: Stra­che zwei­ten Durch­gang der Hof­burg­wahl mit mehr als 46 Pro­zent ist Stra­che ein po­ten­zi­el­ler Kon­kur­rent er­wach­sen. Zwar gibt es über­haupt kei­ne An­zei­chen, dass vor der nächs­ten Na­tio­nal­rats­wahl ei­ne Rocha­de an­ge­dacht wird. Stra­che sitzt fest im Sat­tel. Al­ler­dings ist Ho­fer zur wich­tigs­ten Per­so­nal­re­ser­ve auf­ge­stie­gen, der noch da­zu ein brei­te­res in­halt­li­ches Spek­trum ab­deckt als der mo­no­the­ma­tisch sich über Flücht­lings- und Aus­län­der­fra­gen de­fi­nie­ren­de Stra­che.

Ei­ner in­halt­li­chen Klä­rung har­ren bei den Frei­heit­li­chen auch ei­ni­ge an­de­re Fra­gen. Im In­ter­view mit der Klei­nen Zei­tung (auf den Sei­ten 10/11) er­klärt Ober­ös­ter­reichs FPÖCHEF Man­fred Haim­buch­ner, die FPÖ müs­se „stär­ker mehr­di­men­sio­nal wahr­ge­nom­men wer­den“. Haim­buch­ner for­dert ei­ne stär­ke­re wirt­schafts­po­li­ti­sche Ak­zen­tu­ie­rung ein, gleich­zei­tig soll­te man von so­zi­al­po­li­ti­schen Träu­me­rei­en (Min­dest­lohn) Ab­stand neh­men. Der Lan­des­haupt­mann­stell­ver­tre­ter er­teilt au­ßer­dem Öxit-träu­me­rei­en ei­ne Ab­sa­ge, die Par­tei soll­te auch das Ge­spräch zu tra­di­tio­nel­len kon­ser­va­ti­ven Par­tei­en wie der CSU su­chen.

Micha­el Jungwirth LI­VE­TI­CKER AB 10.45 UHR IN DER KLEI­NE-ZEI­TUNG-APP

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