Pe­ter Wes­tentha­ler muss wohl hin­ter Git­ter

Pe­ter Wes­tentha­ler zu 20 Mo­na­ten Haft ver­ur­teilt, zehn Mo­na­te un­be­dingt. Fuß­fes­sel erst nach fünf Mo­na­ten.

Kleine Zeitung Steiermark - - POLITIK -

SCHEINRECHNUNGEN

Der ehe­ma­li­ge FPÖ- und Bzö-po­li­ti­ker Pe­ter Wes­tentha­ler ist we­gen schwe­ren Be­trugs und Un­treue als Be­tei­lig­ter zu zwei­ein­halb Jah­ren teil­be­ding­ter Haft ver­ur­teilt wor­den. Zehn Mo­na­te wur­den un­be­dingt aus­ge­spro­chen, 20 be­kam der 49-Jäh­ri­ge un­ter Set­zung ei­ner drei­jäh­ri­gen Pro­be­zeit auf Be­wäh­rung nach­ge­se­hen. Das Urteil ist nicht rechts­kräf­tig. Wes­tentha­lers An­walt Tho­mas Kra­lik mel­de­te um­ge­hend Nich­tig­keits­be­schwer­de und Be­ru­fung an.

Zu­gleich mit der Stra­fe ver­kün­de­te der Schöf­fen­se­nat, dass für Pe­ter Wes­tentha­ler der elek­tro­nisch über­wach­te Haus­ar­rest erst nach Vor­lie­gen der zeit­li­chen Vor­aus­set­zun­gen in­fra­ge kom­me. Der ehe­ma­li­ge Spit­zen­po­li­ti­ker muss dem­nach die Hälf­te sei­nes un­be­ding­ten Straf­teils – kon­kret fünf Mo­na­te – ver­bü­ßen, ehe er über­haupt die Fuß­fes­sel be­an­tra­gen kann.

Wes­tentha­ler zeig­te sich nach der Ur­teils­ver­kün­dung er­schüt­tert und äu­ßer­te Un­ver­ständ­nis über die nicht rechts­kräf­ti­ge Ge­richts­ent­schei­dung.

In dem Ver­fah­ren ge­gen den ehe­ma­li­gen FPÖ- und Bzöpo­li­ti­ker ging es ei­ner­seits um ei­ne auf ei­ner Schein­rech­nung ba­sie­ren­de Zah­lung der Ös­ter­rei­chi­schen Lot­te­ri­en in Hö­he von 300.000 Eu­ro an das BZÖ vom Som­mer 2006, wo­bei Wes­tentha­ler be­strei­tet, in die in­kri­mi­nier­ten Vor­gän­ge ein­ge­bun­den ge­we­sen zu sein. Zwei­ter An­kla­ge­punkt war die miss­bräuch­li­che Ver­wen­dung ei­ner dem Fuß­ball­nach­wuchs zu­ge­dach­ten Mil­lio­nen­sub­ven­ti­on an die Bun­des­li­ga. Fuß­fes­sel nach fünf Mo­na­ten: Wes­tentha­ler

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