Ne­os: Wirt­schaft als „Her­zens­an­lie­gen“

Das Ziel der Ne­os für die nächs­te Wahl: zwei­stel­lig wer­den. Schaf­fen will man das mit Ver­bün­de­ten.

Kleine Zeitung Steiermark - - POLITIK -

RETZ

Es ist uns die Wirt­schaft ein Her­zens­an­lie­gen“, ver­kün­de­te Ne­os-par­tei­chef Mat­thi­as Strolz bei der zwei­tä­gi­gen Klub­klau­sur sei­ner Par­tei in Retz in Nie­der­ös­ter­reich. Als letz­te Par­tei ar­bei­ten nun auch sie an ih­ren Plä­nen für das be­vor­ste­hen­de po­li­ti­sche Jahr. Als Kern­the­ma wähl­te die jun­ge Par­tei eben die Wirt­schaft. In ei­nem 60 Sei­ten star­ken Wirt­schafts­pro­gramm for­dert die Par­tei ei­ne Sen­kung der Steu­ern, Re­for­men für Ar­beit und Bil­dung so­wie den Kampf ge­gen die Bü­ro­kra­tie. Auch die kal­te Pro­gres­si­on „ge­hört jetzt end­lich an­ge­gan­gen“. Doch es geht den Pin­ken auch um Trans­pa­renz. Den „Lan­des­fürs­ten“wer­fen sie Säu­mig­keit beim Be­fül­len der Trans­pa­renz­da­ten­bank vor. Kom­men sie dem nicht bis Mit­te des Jahrs nach, „wer­den wir Druck auf­bau­en“, sagt Strolz. Vor­ge­nom­men hat sich der Par­tei­chef auch den Sprung in die Re­gie­rung. „Zwei­stel­lig ist mein gro­ßes Ziel“ver­kün­de­te er im Hin­blick auf die nächs­te Na­tio­nal­rats­wahl. Da­mit das ge­lingt, sucht die Par­tei nach mög­li­chen Ver­bün­de­ten. Ur­sprüng­lich hat­te man da­bei Au­ßen­mi­nis­ter Se­bas­ti­an Kurz (ÖVP) im Vi­sier. Doch die Zu­nei­gung scheint ver­flo­gen. „Kurz hat ei­nen Schwenk um 180 Grad ge­macht“, sagt Strolz. Nun zeich­nen sich „im­mer mehr Schmerz­punk­te“ab, die ge­gen ei­ne Zu­sam­men­ar­beit spre­chen. Hin­ter der Bun­des­prä­si­dent­schafts­kan­di­da­tin Irm­gard Griss ist die Par­tei aber wei­ter­hin her. Da kei­ne Wahl ins Haus steht, den­ke man dar­über aber nicht all­zu viel nach. Den­noch or­ga­ni­siert man jetzt ge­mein­sa­me Bür­ger­fo­ren. Und auch ein Mi­nis­ter fin­det sich in der pin­ken Fa­vo­ri­ten­lis­te: Fi­nanz­mi­nis­ter Hans Jörg Schel­ling (ÖVP). Nach sei­ner Re­de wer­de man sich ihm jetzt als „Re­form­part­ner“an­bie­ten und ihn kon­tak­tie­ren, sagt Strolz. „Er ist ja ein biss­chen ein Neo.“Ge­gen­über dem „Plan A“von Bun­des­kanz­ler Chris­ti­an Kern (SPÖ) hegt die Par­tei hin­ge­gen Zwei­fel.

Ist die Klub­klau­sur vor­bei, wird es für die Pin­ken am 28. Jän­ner wie­der span­nend. Mat­thi­as Strolz stellt sich dann bei ei­ner Mit­glie­der­ver­samm­lung sei­ner Wie­der­wahl als Klub­ob­mann. So­gar ein Mo­ti­va­ti­ons­schrei­ben hat Strolz da­für ver­fasst. „Ich ha­be noch Kraft, ich will mehr, ich ha­be noch nicht fer­tig.“ Chris­ti­na Tra­ar

Strolz zu sei­ner Wie­der­wahl als Ob­mann: „Ich ha­be noch Kraft“ APA

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