„Die­se Or­dens­ver­lei­hung ist ein Fehl­tritt son­der­glei­chen“Un­se­re Le­ser fra­gen sich, wo­mit drei Lan­des­haupt­leu­te das Gro­ße Gol­de­ne Eh­ren­zei­chen der Stei­er­mark ver­dient ha­ben und wer das al­les be­zahlt.

Kleine Zeitung Steiermark - - LESERFORUM -

„Lo­den, Lob und Stern der Stei­rer“, 17. 1.

Was ist un­se­rem Lan­des­haupt­mann hier ein­ge­fal­len, gleich drei Lan­des­haupt­leu­ten den höchs­ten Or­den des Lan­des zu ver­lei­hen? Was ha­ben die­se drei für die Stei­er­mark so­oo Gro­ßes ge­leis­tet? Sie ha­ben zum Groß­teil nur für ihr ei­ge­nes Bun­des­land ge­wirkt. Viel­leicht ein­mal ab­ge­se­hen da­von, dass der Wie­ner Bür­ger­meis­ter beim Stei­rer­ball oder beim Stei­er­mark-früh­ling auf­kreuzt. Was ja ir­gend­wie zu sei­ner Auf­ga­be ge­hört. Bei Jo­sef Püh­rin­ger fragt man sich noch mehr, wo­rin die „epo­cha­le“Leis­tung für die Stei­er­mark be­steht. Am meis­ten hat – oder hat sich – Er­win Pröll ge­leis­tet, in­dem er in Sa­chen Sem­me­ring­ba­sis­tun­nel lan­ge hart­nä­ckig auf der Brem­se stand. In die­sem Fal­le ist die Or­dens­ver­lei­hung ein Fehl­tritt son­der­glei­chen!

Es gibt in un­se­rem Land ge­nug Men­schen, die die­sen Or­den wirk­lich ver­dient hät­ten – und zwar „ver­dient“in des Wor­tes wah­rer Be­deu­tung.

Her­bert Tisch­hardt, Leo­ben

Was war die Leis­tung?

Lan­des­haupt­mann Schüt­zen­hö­fer hat sei­nen Kol­le­gen aus Wi­en, Nie­der- und Ober­ös­ter­reich al­so das Gro­ße Gol­de­ne Eh­ren­zei­chen der Stei­er­mark ver­lie­hen. Da müs­sen die drei Her­ren aber sehr viel für die Stei­er­mark ge­leis­tet ha­ben. Beim Lan­des­haupt­mann Pröll er­in­ne­re ich mich aber, dass er jahr­zehn­te­lang er­folg­reich den Bau des Ba­sis­tun­nels für die Bahn durch den Sem­me­ring ver­hin­dert hat. Und jetzt wird er mit dem Eh­ren­zei­chen be­lohnt, na bra­vo.

Zu­sätz­lich zum Eh­ren­zei­chen hat je­der der drei Her­ren ei­nen Schlad­min­ger und ei­nen Aus­se­er Hut ge­schenkt be­kom­men. Wur­den die­se Din­ge von Schüt­zen­hö­fer pri­vat be­zahlt oder vom Land, sprich von uns stei­ri­schen Steu­er­zah­lern? Wenn Letz­te­res stimmt, bin ich ab­so­lut da­ge­gen. Ich be­zah­le mei­ne Steu­ern für sinn­vol­le Aus­ga­ben. Die Ge­schen­ke an die­se – ja auch si­cher nicht ar­men – Her­ren se­he ich hier nicht als sinn­voll. Nor­bert Pus­ter, Spiel­berg

Me­dail­len­re­gen

Was ist mit Lan­des­haupt­mann Schüt­zen­hö­fer los? Vor Jah­ren hat die­ser un­se­li­ge Pröll – Land­vogt von Nie­der­ös­ter­reich – die Stei­rer an der Na­se her­um­ge­führt und jetzt hängt er ihm als Dank für die Sem­me­ring-tun­nel-mi­se­re ei­nen Or­den um. Und weil es so schön ist, dem Püh­rin­ger und dem Häupl auch. Da sieht man wie­der, wie es läuft in der Po­li­tik: schwer mer­ken und leicht ver­ges­sen. Hel­mut Kern­bich­ler,

Mürz­zu­schlag

Und Steu­er­zah­ler zahlt

Un­ser Lan­des­haupt­mann hat an­schei­nend, wie je­der Po­li­ti­ker, jeg­li­chen Rea­li­täts­be­zug ver­lo­ren. An­ders kann ich mir nicht er­klä­ren, dass er auf Kos­ten des Steu­er­zah­lers nichts Wich­ti­ge­res zu tun hat, als sei­ne Amts­kol­le­gen neu ein­zu­klei­den und ne­ben­bei noch die höchs­te Lan­des­aus­zeich­nung zu ver­ge­ben. Sie wer­den es nie ler­nen! Da hilft die vor­ge­spiel­te Volks­nä­he lei­der auch nichts mehr. Ing. Ulf Mat­sche­dol­nig,

Kal­wang

Bes­te Lö­sung für Kin­der

„Man fühlt sich so macht­los“, 14. 1. Es ist mir als Kin­der­gar­ten­päd­ago­gin ein be­son­de­res An­lie­gen, auf den Be­richt ei­ner Mut­ter über Mob­bing im Kin­der­gar­ten zu re­agie­ren. Ich lei­te ei­nen Kin­der­gar­ten und bin im 39. Di­enst­jahr. Ich war re­gel­recht er­schüt­tert, was die­ser Mut­ter und ih­rem Kind in ei­nem Kin­der­gar­ten pas­siert ist. Mei­ne Kol­le­gin­nen und ich wa­ren und sind stets be­müht, al­len uns an­ver­trau­ten Kin­dern die Zeit bei uns so zu ge­stal­ten, dass sie sich in der Kin­der­grup­pe wohl­füh­len, Freund­schaf­ten knüp­fen und vie­le Kom­pe­ten­zen für das wei­te­re Le­ben mit­neh­men.

Die Kin­der und de­ren El­tern er­hal­ten jeg­li­che Un­ter­stüt­zung von un­se­rem ge­sam­ten päd­ago­gi­schen Per­so­nal. Der größ­te Teil all un­se­rer Be­rufs­kol­le­gin­nen ist si­cher der­sel­ben Über­zeu­gung. Näm­lich, dass wir die Sor­gen und Ängs­te der Kin­der und de­ren El­tern sehr ernst neh­men und stets ge­mein­sam nach der bes­ten Lö­sung su­chen. Eli­sa­beth Go­lob,

Kin­der­gar­ten Kam­mern i. L.

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