Nur ei­ne Atem­pau­se

Häupl wird De­bat­te über Nach­fol­ge nicht mehr los.

Kleine Zeitung Steiermark - - MEINUNGEN 17 -

DSie von ei­ni­gen er­hoff­te, von an­de­ren be­fürch­te­te Pa­last­re­vo­lu­ti­on ge­gen Micha­el Häupl ist aus­ge­blie­ben. Der ge­wief­te Macht­po­li­ti­ker be­ließ es bei ei­ner klei­nen Per­so­nal­ro­cha­de, die heik­le Macht­ba­lan­ce zwi­schen lin­kem und rech­tem La­ger wur­de nicht an­ge­tas­tet. En­de gut, al­les gut?

Mit­nich­ten. Häupl ver­schaff­te sich mit dem Ma­nö­ver ei­ne Ver­schnauf­pau­se. Wie ernst die La­ge ist, zeigt ein De­tail. Um die Dis­kus­si­on zu ka­na­li­sie­ren, wur­de ei­ne Ar­beits­grup­pe aus der Tau­fe ge­ho­ben, die sich, so Häupl, nicht mit in­halt­li­chen Fra­gen be­fas­sen, son­dern „ta­bu­lo­se“De­bat­ten füh­ren soll.

Im Kern sind die Dia­do­chen­kämp­fe um Häu­pls Nach­fol­ge voll im Gan­ge, das rech­te La­ger, das am Par­tei­tag so­gar über ei­ne Mehr­heit ver­fügt, drängt auf ei­ne bal­di­ge Ent­schei­dung – oh­ne Häupl. cha­de, dass Micha­el Häupl es ver­ab­säumt hat, recht­zei­tig sei­ne Nach­fol­ge zu re­geln, und den rich­ti­gen Zeit­punkt für den Ab­sprung ver­passt hat. Häupl droht ein un­wür­di­ger Ab­gang.

Micha­el Jung­wirth

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