Weg von der Op­fer­rol­le

Kleine Zeitung Steiermark - - GRAZ | 25 - Von Di­di Hub­mann di­di.hub­mann@klei­ne­zei­tung.at

Rad­fah­rer ge­gen den Rest der Welt: So wirkt es manch­mal, wenn man sich durch Graz be­wegt. Egal, ob als Au­to­fah­rer oder als Fuß­gän­ger. Täg­li­che Kon­flik­te mit Rad­fah­rern schei­nen im Stra­ßen­ver­kehr schon vor­pro­gram­miert zu sein.

Je­ne Stadt­le­gen­de, dass die Rad­fah­rer im­mer nur die Op­fer sei­en, ist jetzt aber ent­larvt wor­den: Das lässt sich an­hand po­li­zei­li­cher Un­fal­l­ana­ly­sen an je­nen Kreu­zun­gen, wo die meis­ten Rad­un­fäl­le der Stadt pas­sie­ren, be­wei­sen.

Klar ma­chen auch die Un­fall­geg­ner im­mer wie­der Feh­ler. Aber in vie­len Fäl­len sind die Rad­fah­rer laut Po­li­zei selbst ver­ant­wort­lich, weil sie den Vor­rang oder ei­ne ro­te Am­pel miss­ach­ten oder für die Ver­kehrs­si­tua­ti­on zu schnell un­ter­wegs sind. Die­se Chuz­pe über­rascht: Im­mer­hin ist ihr Kör­per die ein­zi­ge Knautsch­zo­ne, die sie ha­ben. Viel­leicht soll­ten man­che Rad­fah­rer ein­fach ein­mal mehr dar­an den­ken.

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