ALEX­AN­DER

Kleine Zeitung Steiermark - - INTERVIEW -

Rech­te und Pflich­ten des Bun­des­prä­si­den­ten zu be­schnei­den. Ich ha­be ge­sagt, es wä­re sinn­voll, sich zu über­le­gen, was dem 21. Jahr­hun­dert noch an­ge­mes­sen ist. Das ist dann die Sa­che des Par­la­ments, das neu zu de­fi­nie­ren – oder auch nicht.

Ist es sinn­voll, dass der Bun­des­prä­si­dent der Ober­be­fehls­ha­ber des Hee­res ist? Die­se Funk­ti­on ist im We­sent­li­chen ein eh­ren­vol­ler Ti­tel, den ich gern an­neh­me. Ich se­he mich wirk­lich als Un­ter­stüt­zer und Schirm­herr des Hee­res. Die Rech­te des Bun­des­prä­si­den­ten sind hier aber sehr be­schränkt. Er kann dem Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter kei­ne Be­feh­le er­tei­len.

Was wä­ren Sie gern los? Da kann man im Ein­zel­nen schon re­den: Am Frei­tag ha­be ich über 100 Er­nen­nun­gen – Öko­no­mie­rat bis zum Me­di­zi­nal­rat – un­ter­schrie­ben. Wo­bei: Ich will das nicht klein­re­den, für die Be­trof­fe­nen ist es ein Eh­ren­ti­tel. Und es macht vi­el­leicht ei­nen Un­ter­schied, ob der Bun­des­prä­si­dent das un­ter­schreibt oder je­mand an­de­rer.

Sie ha­ben am Frei­tag über den Aka­de­mi­ker­ball ge­meint: „Lasst sie doch!“Al­so tan­zen. Kehrt der al­te Van der Bel­len aus der Vor­wahl­zeit zu­rück, der sich sehr kon­zi­li­ant über Bur­schen­schaf­ter ge­äu­ßert hat und auch für Frei­han­dels­ab­kom­men war? Es ist schon klar, ich bin jetzt in ei­ner neu­en Rol­le. Als Bun­des­prä­si­dent wer­de ich mei­ne Per­son so weit es geht zu­rück­neh­men und di­plo­ma­tisch han­deln.

Sie könn­ten jetzt al­so wie­der für TTIP und Ceta sein. TTIP ist tot. Bei Ceta blei­ben

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