Jus­tiz­an­stalt: Vie­le Be­am­te wol­len weg

„Flucht“aus der Jus­tiz­an­stalt Graz­ja­ko­mi­ni: 20 Be­am­te ha­ben um Ver­set­zung an­ge­sucht. Sie wol­len zur Po­li­zei.

Kleine Zeitung Steiermark - - STEIERMARK | 15 -

in der An­stalt nicht mehr zu­mut­bar.“

Von Schi­ka­nen und Mob­bing ist die Re­de. Ein Jus­tiz­wa­che­be­am­ter, der an­onym blei­ben möch­te, er­zählt: Ein Ein­satz­trai­ner sei nach ei­nem Kran­ken­stand mehr­mals zum Arzt ge­schickt wor­den, weil der An­stalts­chef sei­nen Kran­ken­stand an­ge­zwei­felt ha­be. Schließ­lich ha­be sich der Be­am­te frei­wil­lig sind in die Lan­des­ner­ven­kli­nik ein­wei­sen las­sen. Da­nach wur­de er in die Jus­tiz­an­stalt Graz-kar­lau ver­setzt. Auch ein zwei­ter Kol­le­ge ist heu­er in die Kar­lau über­sie­delt. „Jetzt geht es den bei­den wie­der sehr gut“, weiß Wend­landt.

Kran­ken­stands­über­prü­fun­gen, wie sie auf An­wei­sung des An­stalts­lei­ters er­folgt sei­en, ha­be das Jus­tiz­mi­nis­te­ri­um in­zu­stän­de zwi­schen „ab­ge­dreht“, er­zählt ein be­trof­fe­ner Be­am­ter. Das sei jetzt et­wa zwei Jah­re her. „Aber da­durch hat sich die La­ge nicht ver­bes­sert. Im Ge­gen­teil, sie hat sich zu­neh­mend ver­schlech­tert.“

die die Be­leg­schaft er­zürnt, schil­dert Ru­dolf Wend­landt ge­gen­über der Klei­nen Zei­tung: „Bis­her muss­ten Häft­lin­ge den Fern­se­her mie­ten, wenn sie ei­nen in der Zel­le ha­ben woll­ten. Jetzt wird je­der Haft­raum mit ei­nem Fern­se­her aus­ge­stat­tet, kos­ten­los na­tür­lich. Da­für ist Geld vor­han­den. Wenn es um Maß­nah­men geht, die der Be­leg­schaft zu­gu­te­kom­men, wird ge­spart. Wie beim Di­enst­sport. Den gibt es auch nicht mehr.“

An­stalts­lei­ter Jo­sef Adam weist al­le Vor­wür­fe ent­schie­den zu­rück.

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