Der jun­ge Meis­ter der Kö­ni­gin

Kleine Zeitung Steiermark - - ÖSTERREICH - Von Ka­trin Schwarz

Zwi­schen Kon­zert­sä­len und Face­book star­tet Or­ga­nist Lu­kas Has­ler groß durch. Heu­te ist er in Ma­ria­trost zu hö­ren.

Ge­krei­sche, Sel­fies und Umar­mun­gen. Lu­kas Has­ler wur­de auf sei­nen jüngs­ten Kon­zert­rei­sen durch die USA und Russ­land be­ju­belt. Man könn­te mei­nen, bei dem 22-jäh­ri­gen Or­ga­nis­ten han­delt es sich um ei­nen Pop­star.

Da­bei be­herrscht er ein in un­se­ren Brei­ten au­ßer­halb von Kir­chen­we­ni­ger po­pu­lä­res Mu­sik­in­stru­ment. „Ich spie­le ein In­stru­ment, das nicht so wahn­sin­nig mas­sen­taug­lich ist. Auch wenn ich der Über­zeu­gung bin, dass sich das än­dern wird“, er­klärt der Nach­wuchs­star, der vom rus­si­schen Pu­bli­kum völ­lig über­rascht wur­de.

„Die­se po­si­ti­ve, ge­lös­te Stim­mung war für mich der Wo­wEf­fekt des Jah­res. So vie­le jun­ge Men­schen. Sie sa­hen es fast als Pop­kon­zert.“Ei­ne jun­ge Be­su­che­rin hat­te das Pla­kat bei­spiels­wei­se im­na­gel­stu­dio ent­deckt.

Ne­ben­bei be­spielt sei­ne So­ci­al-me­dia-ka­nä­le. Hat 25.000 Fol­lo­wer auf Face­book, Ins­ta­gram und Youtube, die er über sei­ne Kon­zer­te auf dem Lau­fen­den hält – und macht die er Kö­ni­gin der In­stru­men­te jung. Mitt­ler­wei­le hat er die zwei­te im Netz ent­brann­te Em­pö­rungs­flut hin­ter sich. An­lass war ein Fo­to, das ihn auf ei­nem Or­gel­spiel­tisch sit­zend zeigt.

Es ist schon jetzt ein Le­ben aus dem Kof­fer, das der 22-Jäh­ri­ge führt. „Mei­ne bes­te Freun­din ist zur­zeit die Wasch­ma­schi­ne.“Denn ei­gent­lich ist er noch Stu­dent des Kon­zert­fa­ches Or­gel an der Kun­st­uni­ver­si­tät Graz, hat par­al­lel da­zu das Mas­ter­stu­di­um Kul­tur- und Me­di­en­ma­nage­ment an der Uni­ver­si­tät Ham­burg ab­sol­viert, zahl­rei­che Nach­wuchs­prei­se ab­ge­räumt und bü­gelt sei­ne Hem­den noch im­mer selbst. „Ich ha­be kei­nen Hof­staat“, lacht er.

Der Ort, an dem sei­ne Kunst den An­fang nahm, war die Pfarr­kir­che in sei­ner Hei­mat­ge­mein­de Gais­horn am See: „Dort spie­le ich auch jetzt noch mit Be­geis­te­rung und schaue, dass ich mir Ter­mi­ne so le­ge, dass es sich aus­geht.“– Wie bei­spiels­wei­se An­fang No­vem­ber: „Ich flie­ge erst am Sonn­tag­abend zu mei­nem Kon­zert nach Lon­don.

So­mit kann ich am Vor­mit­tag noch die Sonn­tags­mes­se spie­len.“Hier er­lebt er ein­kon­trast­pro­grammz­um ruh- und rast­lo­sen Aus-dem-kof­fer-le­ben: „Es ist Hei­mat und es ist mein Be­ginn. Oh­ne die­se Or­gel – oh­ne mei­ne Ge­mein­de wä­re ich da­zu nicht ge­kom­men.“Das Orches­tra­le und die viel­fäl­ti­gen­klän­ge an der Or­gel fas­zi­nie­ren ihn: „Ei­ner­seits bin ich aus­füh­ren­der Mu­si­ker und zu­gleich mein ei­ge­ner Di­ri­gent.“

Sein Rei­se-gen lässt ihn die Welt er­kun­den und führ­te ihn in die Ukrai­ne, nach Nord­ko­rea oder Trans­nis­tri­en, ei­ne mol­da-

Lu­kas Has­ler in Pas­sau an der größ­ten Or­gel­an­la­ge Eu­ro­pas

Ein Fo­to für die Fans. Mehr als 10.000 Fol­lo­wer auf Ins­ta­gram

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