Vom OP- Tisch zum Trau­al­tar: Spen­der­nie­re ret­tet Hoch­zeit

Braut er­hielt sie­ben Ta­ge vor Hei­rat le­bens­wich­ti­ges Or­gan

Kronen Zeitung - - Ausland -

Dal­las.–Ei­ne Wo­che vor ih­rer Trau­ung er­hielt die Braut AnuPhi­lip das schöns­te Hoch­zeits­ge­schenk über­haupt: ei­ne neue Nie­re. Fünf Jah­re­lang hat­te die schwer kran­ke 28- Jäh­ri­ge auf ei­nen Spen­der ge­hofft. Das Or­gan ret­te­te ihr nun das Le­ben – und ih­re Trau­ung.

Seit dem Al­ter von neun Jah­ren litt Anu an Nie­ren­pro­ble­men. Arzt­be­su­che ge­hör­ten von die­sem Tag an zu ih­rem All­tag. 2012 dann die Schock­dia­gno­se: Nie­ren­ver­sa­gen! Wo­che für Wo­che pen­del­te die 28- Jäh­ri­ge zur Dia­ly­se ins Spi­tal. Trotz ih- rer Krank­heit ließ sich die Texa­ne­rin nicht ent­mu­ti­gen, fing so­gar zu stu­die­ren an.

Auf der Uni­ver­si­tät lern­te sie schließ­lich ih­ren Jes­win ken­nen. 2016 hielt er um ih­re Hand an. Mit­ten in den Hoch­zeits­vor­be­rei­tun­gen rief plötz­lich Chef­arzt Mat- thew Mul­loy an: „ Wir ha­ben das pas­sen­de Or­gan! Sind sie be­reit?“

Ex­akt ei­ne Wo­che vor ih­rer Hoch­zeit er­hielt Anu ih­re neue Nie­re. Nach sechs Ta­gen ver­ließ sie das Kran­ken­haus – und stand 24 St­un­den spä­ter vor dem Trau­al­tar. Ein­zig auf das Hoch­zeit­s­tänz­chen muss­te die Braut ver­zich­ten – aber da­für ha­ben Anu und Jes­win jetzt oh­ne­hin den Rest ih­res Le­bens Zeit . . .

Anu Philipp mit ih­rem Freund Jes­win kurz vor der Nie­ren­trans­plan­ta­ti­on ( li.) im Kran­ken­haus. Sie­ben Ta­ge nach dem Ein­griff hei­ra­te­te das Paar ( re.).

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