Die zwei, die das Kon­dom neu er­fan­den

Com­ment deux jeu­nes en­tre­pre­neurs ont ré­vo­lu­ti­onné le ma­nage­ment en en­tre­pri­se avec un pré­ser­va­tif bio

Vocable (Allemagne) - - Édito | Sommaire -

Avec leur en­tre­pri­se de pré­ser­va­tifs bio et équi­ta­bles Ein­horn, Phi­lip Sie­fer et Wal­de­mar Zei­ler n’ont d’ab­ord pas été pris au sé­rieux. Leur start-up flo­ris­san­te est pour­tant de­ve­nue une ré­fé­rence en ma­tiè­re d’éco­no­mie so­cia­le et so­li­dai­re. En at­ten­dant de sau­ver le mon­de, nos deux hips­ters ber­li­nois re­pla­cent la qua­lité de vie au tra­vail au cent­re des préoc­cupa­ti­ons de l’en­tre­pri­se.

Mehr als ein­mal wur­den Phi­lip Sie­fer und Wal­de­mar Zei­ler als Spin­ner be­zeich­net. Weil sie fair und nach­hal­tig pro­du­zier­te Bio-Kon­do­me ver­kau­fen, die auch noch ve­gan und chic ver­packt sind. Und weil sie da­mit von An­fang an die Welt ver­bes­sern woll­ten.

2. Längst wer­den die „Spin­ner“ernst ge­nom­men. Denn die bei­den Ber­li­ner Ty­pen mit Hips­ter-Bart er­zie­len in­zwi­schen als Grün­der des So­ci­al Start-ups Ein­horn ei­nen Jah­res­um­satz von zwei Mil­lio­nen Eu­ro. Ih­nen ist es ge­lun­gen, ein pro­fi­ta­bles Busi­ness auf­zu­bau­en, das au­ßer­dem fair ist: an­ge­fan­gen bei den Ar­beits­be­din­gun­gen auf der Kaut­schuk­plan­ta­ge in Ma­lay­sia über die Zu­sam­men­ar­beit mit Be­hin­der­ten im Lo­gis­tik­be­reich bis hin zum Psy­cho­the­ra­peu­ten für die Mit­ar­bei­ter. Die Kon­do­me sind da eher Mit­tel zum Zweck.

UNKONVENTIONELLER UM­GANG MIT DEM TEAM

3. Die­ses Kon­zept kommt an: So­gar Fir­men wie der Soft­ware-Her­stel­ler SAP oder das Be­ra­tungs­netz­werk KPMG ho­len sich bei Sie­fer und Zei­ler Rat, wenn es dar­um geht, die ei­ge­nen Un­ter­neh­men so­zia­ler und nach­hal­ti­ger aus­zu­rich­ten. Da sit­zen dann 25 Kon­zern­ma­na­ger in ei­nem Raum mit Blick auf ei­nen et­was schä­bi­gen Hin­ter­hof in Ber­linK­reuz­berg und hö­ren sich Rat­schlä­ge an, die ziemlich un­ge­wöhn­lich klin­gen für tra­di­tio­nel­le Chef­eta­gen: „Re­det über Ge­füh­le“, „geht mit eu­ren Ge­schäfts­part­nern in die Sau­na“, oder „macht eine Paarthe­ra­pie!“.

4. Un­kon­ven­tio­nell ist auch der Um­gang der Chefs mit ih­rem Team in Deutsch­land: So dür­fen die Mit­ar­bei­ter ihr Ge­halt selbst vor­schla­gen und sich so viel Ur­laub neh­men, wie

sie für an­ge­mes­sen hal­ten.

5. „Weil wir mit Kon­do­men al­lein na­tür­lich nicht die Welt ret­ten kön­nen, ha­ben wir uns in anderen Grün­dern Ver­bün­de­te gesucht“, sagt Zei­ler. Al­so grün­de­ten sie das Un­ter­neh­mer-Netz­werk En­tre­pre­neur’s Pledge. Wer ihm bei­tritt, ver­spricht, selbst ir­gend­wann ein So­ci­al Start-up zu grün­den. 100 Un­ter­neh­me­rin­nen und Un­ter­neh­mer ma­chen be­reits mit. Und wie vie­le ha­ben das Ver­spre­chen schon ein­ge­löst? „Bis­her fünf, in­klu­si­ve uns“, sagt Zei­ler. Er ist op­ti­mis­tisch: „Selbst wenn nur zehn Pro­zent es auch wirk­lich um­set­zen, dann ha­ben wir schon et­was er­reicht.“

(©Ro­bert Wunsch)

Die Ein­horn-Grün­der Phi­lip Sie­fer (links) und Wal­de­mar Zei­ler.

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