CAFFO EIN “BITTERES” SÜSSES JAHR­HUN­DERT

All About Italy (Germany) - - Editorial -

2015 wur­de das 100jäh­ri­ge Be­triebs­ju­bi­lä­um ge­fei­ert: ein Jahr­hun­dert der Ge­schich­te von Caffo, ei­nem Un­ter­neh­men, das in ei­ner klei­nen De­stil­le­rie in Si­zi­li­en ge­bo­ren wur­de und schließ­lich in Ka­la­bri­en zum Her­stel­ler ei­ner der be­kann­tes­ten und be­lieb­tes­ten Li­kö­re Ita­li­ens wur­de: des „Vec­chio Ama­ro del Ca­po“

Die Ge­schich­te des Un­ter­neh­mens Caffo ist ei­ne Fa­mi­li­en­ge­schich­te, denn vier Ge­ne­ra­tio­nen ha­ben es mit ei­ner Be­stän­dig­keit und Pro­fes­sio­na­li­tät ge­hegt und ge­pflegt, die ty­pisch ist für je­man­den, der sei­ne Ar­beit gut macht und sie vor al­lem mit Lei­den­schaft aus­übt, die mit der Zeit von den Vä­tern auf die Söh­ne über­tra­gen wur­de, die den Be­trieb über­nom­men ha­ben, und auf die Mit­ar­bei­ter, die wuss­ten, für wen sie ar­bei­te­ten. Dies ist auch der Grund, wes­halb man in der Fir­ma nicht ger­ne von Ge­ne­ra­tio­nen­wech­sel spricht, son­dern von ei­ner ge­sun­den Part­ner­schaft zwi­schen Al­ten und Jun­gen, die ein Gleich­ge­wicht zwi­schen Tra­di­ti­on und In­no­va­ti­on er­mög­licht hat, die ei­ne wei­te­re Zu­tat für die­se 100 Jah­re Tä­tig­keit sind, die in Si­zi­li­en be­gon­nen hat­te und in Ka­la­bri­en wei­ter­ge­führt wur­de.

Die Ge­schich­te des Caffo be­ginnt im Jah­re 1915, als der Grün­der Gi­u­sep­pe Caffo sei­ne Neu­gier für die De­stil­lier­kunst zum Be­ruf macht: nach­dem er jah­re­lang De­stil­le­ri­en in Si­zi­li­en ver­wal­tet hat­te, grün­det er sei­ne ei­ge­ne klei­ne De­stil­le­rie, in der zu­nächst vor al­lem De­stil­la­te, Al­ko­hol und De­ri­va­te der Wein­kel­te­rei ver­ar­bei­tet wer­den, um an­schlie­ßend die Pro­duk­ti­on auf Li­kö­re aus­zu­deh­nen, die nach ur­al­ten aus­ge­such­ten und über­ar­bei­te­ten Re­zep­ten er­zeugt wer­den, ver­edelt durch Kräu­ter, de­ren Ge­schmack schon da­mals die raf­fi­nier­ten Gau­men stau­nen ließ. Aber schon da­mals wer­den durch ei­ne zu­kunfts­ori­en­tier­te Sicht­wei­se neue Zie­le ge­steckt, und in die Fir­ma tritt der blut­jun­ge Se­bas­ti­an Caffo ein, der von sei­nem Va­ter al­le Ge­heim­nis­se sei­nes an­ti­ken und no­blen Hand­werks lernt und schon bald „De­stil­lier-meis­ter“wird. Wäh­rend­des­sen keh­ren die an­de­ren Söh­ne des Grün­ders nach zwan­zig Jah­ren mit ei­nem Ge­päck an spe­zi­fi­schen Er­fah­run­gen aus Aus­tra­li­en zu­rück, um das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men zu ver­grö­ßern. Se­bas­tia­no, San­to und Gi­u­sep­pe grün­den die Fir­ma „Di­stil­le­ria Fra­tel­li Caffo”, die schon bald in ein neu­es Werk in Lim­ba­di zieht, ei­nem klei­nen Dorf bei Vi­bo Va­len­tia im Sü­den Ka­la­bri­ens, das heu­te we­ni­ger als 4000 Ein­woh­ner hat. In je­ner Zeit fin­det die De­stil­le­rie in die­sem süd­li­chen Teil Ita­li­ens gro­ße Res­sour­cen und ei­ne Men­ge an Roh­stof­fen, die vor Ort de­stil­liert wer­den, und hat im Ver­gleich zu Si­zi­li­en we­nig Kon­kur­renz. 1966 wird das Un­ter­neh­men von Se­bas­tia­no Caffo und sei­nem Sohn Gi­u­sep­pe voll­stän­dig über­nom­men, der noch heu­te an der Spit­ze der Grup­pe mit sei­nem Sohn, der von sei­nem Groß­va­ter den Na­men, die Er­fah­run­gen und den Stolz auf die ei­ge­ne Ar­beit ge­erbt hat, das Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men lei­tet. Gi­u­sep­pe und

„Für uns ist der „Vec­chio Ama­ro del Ca­po” nicht nur ein Pro­dukt. Für uns ist es das Er­geb­nis ei­ner jahr­hun­dertal­ten Tra­di­ti­on und Lei­den­schaft”. Se­bas­tia­no Caffo

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