KLANGSTARKE MARANTZ-KOM­BI

Audio - - INHALT - Von Chris­ti­an Möl­ler

Die Re­fe­renz-Kom­bi aus Voll­ver­stär­ker und SACD-Play­er von Marantz klingt meis­ter­lich

Die­se De­sign­spra­che lässt kei­ne Zwei­fel auf­kom­men: Hier ste­hen Schöp­fun­gen von Ken Is­hi­wa­ta vor uns. Op­tisch sind sie per­fekt auf­ein­an­der ab­ge­stimmt mit ei­nem ge­wis­sen Hang zum – ty­pisch ja­pa­nisch – dra­ma­ti­schen Auf­tritt (blaue senk­rech­te Leucht­strei­fen, die man aber zum Glück per Fern­be­die­nung ab­schal­ten kann). Die wel­len­för­mig ge­fräs­te Alu­mi­ni­um Alu­mi­ni­um­front sorgt für ein or­ga­ni­sches Bauch­ge­fühl, die we­ni­gen Be­dien­ele­men­te sind klar an­ge­ord­net, und bei al­len Knöp­fen, Tas­ten und Reg­lern ist auf den ers­ten Blick er­kenn­bar, wel­che Funk­ti­on sie aus­üben. Doch Is­hi­wa­ta ist bei Marantz vor al­lem für die in­ne­ren Wer­te ver­ant­wort­lich, be­son­ders für die klang­li­che Ab­stim­mung der Kom­po­nen­ten – und ge­nau hier hat er ma­jeste­ti­sche Ar­beit ge­leis­tet. Der Voll­ver­stär­ker PM-10 ist nach klas­si­scher Art auf­ge­baut, im Si­gnal­weg ar­bei­tet er zu 100 Pro­zent ana­log, di­gi­ta­le Kom­po­nen­ten fin­den sich le­dig­lich bei der Qu­el­len­wahl, der Laut­stär­ke­re­ge­lung und für die An­steue­rung des In­fo­dis­plays. Mit 21,5 Ki­lo­gramm ist der Voll­ver­stär­ker ein rich­ti­ges Schwer­ge­wicht, und auch der SACD- Play­er SA-10 bringt mit über 12 Ki­lo or­dent­lich Ge­wicht auf die Waage. Die Rück­sei­ten bei­der Ge­rä­te be­ste­hen aus je­weils ei­ner la­ckier­ten Kup­fer­plat­te. Die Tren­nung der Kom­po­nen­ten ist per­fekt: Ein Ring­kern­tra­fo mit dop­pel­ter Wick­lung ar­bei­tet als Kraft­werk für die vier End­stu­fen­schal­tun­gen, zwei wei­te­re Netz­tei­le ver­sor­gen die ana­lo­ge Vor­stu­fe und die di­gi­ta­len Kom Kom­po­nen­ten. Is­hi­wa­ta setzt beim PM-10 auf die „Bridging“-Tech­nik. Hier ar­bei­ten ins­ge­samt vier Leis­tungs­stu­fen. Pro Ka­nal sind zwei End­stu­fen für je je­weils ei­ne Halb­wel­le zu­stän zu­stän­dig. Die­se Tech­nik wird über über­wie­gend im pro­fes­sio­nel­len PA- Um­feld ver­wen­det, um die Leis­tung von End­stu­fen zu stei­gern. Vor­aus­set­zung für die Bridge ist, dass der Ver­stär­ker kom­plett sym­met sym­me­trisch auf­ge­baut ist. Erst an den Laut­spre­cher­klem­men wer­den die Halb­wel­len wie wie­der zu­sam­men­ge­führt. Bei der ers­ten Zu­sam­men Zu­sam­men­kunft fühl­ten wir uns von Be Be­ginn an pu­del­wohl. Schön,

Ken Is­hi­wa­ta bau­te sei­nen ers­ten Ver­stär­ker im zar­ten Al­ter von zehn Jah­ren. Jahr­zehn­te­lan­ge Er­fah­rung im Ver­stär­ker­bau bei Marantz ha­ben ihm ei­ne kö­nig­li­che Hand­schrift ein­ge­bracht, die man im PM-10 und SA-10 so­fort wie­der­er­kennt.

DUALITÄT: D Die Ober­sei­te der Fern­be­die­nung be­steht aus ro­bus­tem Alu­mi­ni­um. Sie dient bei­den Ge­rä­ten gleich­zei­tig.

Newspapers in German

Newspapers from Germany

© PressReader. All rights reserved.