Für ei­ne Wet­te Schlim­mes an­rich­ten

Ach so! Hier er­fährst du, war­um je­mand dem BVB scha­den und da­mit reich wer­den woll­te

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Panorama Capito -

Wer hat das Ver­bre­chen be­gan­gen? Über die­se Fra­ge rät­sel­ten seit zwei Wo­chen vie­le Men­schen. Mit­te April hat­te es ei­nen An­schlag auf die Fuß­ball­mann­schaft von Bo­rus­sia Dortmund (kurz: BVB) ge­ge­ben. Dar­über hat auch Ca­pi­to be­rich­tet. Die Fuß­ball­mann­schaft war da­mals in ei­nem Bus auf dem Weg zu ei­nem Spiel, als es ganz in der Nä­he drei Ex­plo­sio­nen gab. Ein Spie­ler und ein Po­li­zist wur­den da­bei ver­letzt.

Nun hat die Po­li­zei ei­nen Mann fest­ge­nom­men, der für die Ta­ten ver­ant­wort­lich sein soll. Die Er­mitt­ler sind sich si­cher: Der Mann woll­te mit der Tat viel Geld ver­die­nen! Das Gan­ze hat da­mit zu tun, dass Bo­rus­sia Dortmund nicht nur ein Fuß­ball­ver­ein ist, son­dern auch ein Bör­sen­un­ter­neh­men. Die Bör­se ist ei­ne Art Markt­platz, auf dem man je­de Men­ge Din­ge kau­fen und ver­kau­fen kann. Da­zu ge­hö­ren zum Bei­spiel An­tei­le von Un­ter­neh­men. Um das zu ver­ste­hen, stel­le dir ein Un­ter­neh­men wie ei­nen gro­ßen Ku­chen vor. Den schnei­det man in vie­le win­zi­ge Stü­cke, die man kau­fen kann. In Wirk­lich­keit sind die Ku­chen­stü­cke Ak­ti­en ei­nes Un­ter­neh­mens. Wer ei­ne Ak­tie kauft, dem ge­hört al­so ein win­zi­ges Stück­chen von ei­nem Un­ter­neh­men, sagt der Ex­per­te Jürgen Kurz. Da­bei muss man wis­sen: Ak­ti­en sind nicht im­mer gleich viel wert. Manch­mal ver­grö­ßert sich ihr Preis. Wer zum Bei­spiel ei­ne Ak­tie für 10 Eu­ro ge­kauft hat, be­kommt beim Ver­kau­fen vi­el­leicht 30 Eu­ro. Das pas­siert et­wa, wenn vie­le Leu­te Ak­ti­en ei­nes Un­ter­neh­mens kau­fen wol­len. Zum Bei­spiel, weil die Ge­schäf­te des Un­ter­neh­mens ge­ra­de sehr gut lau­fen. Bei ei­nem Fuß­ball­ver­ein wie Bo­rus­sia Dortmund lau­fen die Ge­schäf­te im­mer dann be­son­ders gut, wenn die Mann­schaft ge­winnt. Ak­ti­en kön­nen aber auch an Wert ver­lie­ren. Das pas­siert et­wa, wenn es dem Un­ter­neh­men nicht gut geht, er­klärt Jürgen Kurz.

Der Mann, der fest­ge­nom­men wur­de, hat­te ei­ne Art Wet­te am Lau­fen. Er hat dar­auf ge­wet­tet, dass die Ak­ti­en von Bo­rus­sia Dortmund stark an Wert ver­lie­ren. Das wä­re wohl pas­siert, wenn vie­le Spie­ler bei dem An­schlag ver­letzt wor­den wä­ren und nicht mehr hät­ten spie­len kön­nen. Dann hät­te der Mann viel Geld mit sei­ner Wet­te ver­dient. Um die Er­mitt­ler auf ei­ne fal­sche Fähr­te zu lo­cken, hat­te er in Be­ken­ner­brie­fen so ge­tan, als hät­ten Ter­ro­ris­ten die Bom­be ge­legt. Doch der Plan ging schief.

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