War­um greift der Bund nicht end­lich durch?

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Wirtschaft -

han­delt. Miss­traue man den Ver­spre­chen der Au­to­bau­er, müs­se man ei­nen mög­li­chen Man­gel des Au­tos samt der Kon­se­quen­zen nach­wei­sen: „Ob auf­grund der Er­geb­nis­se des Die­sel-Gip­fels kon­kre­te An­sprü­che be­ste­hen, müss­te man als Ver­brau­cher im Zwei­fel in­di­vi­du­ell vor Ge­richt klä­ren las­sen.“●

5. Ver­brau­cher und Um­welt­schüt zer blei­ben auf Dis­tanz

„Ver­brau­cher war­ten nach wie vor auf rechts­ver­bind­li­che Ga­ran­ti­en der Her­stel­ler für al­le ne­ga­ti­ven Aus­wir­kun­gen ei­ner Nach­rüs­tung“, heißt es beim Ver­brau­cher­zen­tra­le-Bun­des­ver­band. Gre­en­peace-Ver­kehrs­ex­per­te To­bi­as Aus­trup sieht ei­ne Mit­schuld beim Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter: „Es liegt an Do­brindts Blo­cka­de der bun­des­wei­ten blau­en Pla­ket­te, dass heu­te nie­mand sa­gen kann, wie ge­nau Ver­bo­te aus­se­hen wer­den.“Do­brindt selbst sprach von „ei­ner sinn­vol­len Ba­sis“für we­ni­ger Emis­sio­nen. Die Wahr­schein­lich­keit von Fahr­ver­bo­ten sei aber ge­stie­gen, glaubt Gerd Lott­sie­pen vom Ver­kehrs­club Deutsch­land (VCD). „Denn die Ge­rich­te be­wer­ten die Ge­sund­heit der Men­schen als ein hö­he­res Rechts­gut als die Pro­fit­in­ter­es­sen der Au­to­in­dus­trie.“

Die EU-Kom­mis­si­on wie­der­um ver­langt, dass Ver­brau­cher durch Maß­nah­men zur Min­de­rung des Schad­stoff­aus­sto­ßes kei­ne Nach­tei­le er­lei­den, et­wa im Hin­blick auf Sprit­ver­brauch oder Halt­bar­keit ih­res Fahr­zeugs.

Fo­to: Jan Woi­tas, dpa

Um es mit Hel­mut Kohl zu sa­gen: Wich­tig ist, was hin­ten raus­kommt. Die Ge­rich­te schau­en ge­nau hin, wie stark Die­sel die Um­welt ver­pes­ten.

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