Der Roth­see im Über­blick

Som­mer Wir tes­ten Ba­de­mög­lich­kei­ten im Augs­bur­ger Land. Was bei der jüngs­ten Zer­ka­ri­en-Un­ter­su­chung in Zus­mar­shau­sen her­aus­kam

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Augsburger Land Extra | Holzwinkel, Roth- Und Zusa - VON JAS­MIN SCHORNBERG

Zus­mar­shau­sen

Der Roth­see bei Zus­mar­shau­sen ist ei­ner der größ­ten Se­en im Augs­bur­ger Land und bei Schwim­mern, Son­nen­an­be­tern, Spa­zier­gän­gern und Aus­flüg­lern be­liebt. Ent­stan­den ist er in den Sieb­zi­ger­jah­ren durch ei­nen Auf­stau der Roth. Vor zwei Jah­ren wur­de der Ufer­be­reich auf­wen­dig neu ge­stal­tet. Die ge­sam­te An­la­ge ist 22 Hekt­ar groß, wo­von die Was­ser­flä­che un­ge­fähr die Hälf­te ein­nimmt. Das Was­ser ist ma­xi­mal 2,5 Me­ter tief. Der west­li­che Teil des Sees ist Frei­zeit­und Er­ho­lungs­zo­ne, der öst­li­che Teil ist mit Schilf und na­tur­na­hem Ufer­ge­höl­zen be­wach­sen.

Im­mer wie­der gibt es Kla­gen über die Was­ser­qua­li­tät, das Was­ser ist recht schlam­mig. Im ver­gan­ge­nen Jahr häuf­ten sich Be­schwer­den über Zer­ka­ri­en, auch En­ten­flö­he ge­nannt, die auf der Haut ei­nen ju­cken­den Haut­aus­schlag ver­ur­sa­chen. Bür­ger­meis­ter Bern­hard Uhl woll­te da­mals die Be­den­ken der Ba­den­den mit ei­nem öf­fent­lich­keits­wirk­sa­men Sprung ins Was­ser ent­kräf­ten – und han­del­te sich da­für auch Kri­tik ein. In die­sem Som­mer gab es wie­der ver­ein­zel­te Nach­fra­gen bei der Ge­mein­de und dem Ge­sund­heits­amt. Kers­tin Zoch, Spre­che­rin des Land­rats­amts, gibt nun Ent­war­nung: Laut Ge­sund­heits­amt sei die jüngs­te Mes­sung un­be­denk­lich ge­we­sen. Sie weist dar­auf hin, dass das Ge­sund­heits­amt nicht grund­sätz­lich auf Zer­ka­ri­en prüft, son­dern erst, wenn Arzt­pra­xen Hin­wei­se dar­auf ge­ben, weil zu ih­nen Pa­ti­en­ten mit den ent­spre­chen­den Sym­pto­men kom­men.

Der Roth­see lockt je­den­falls bei schö­nem Wet­ter re­gel­mä­ßig vie­le Ba­de­gäs­te an – und auch bei Spa­zier­gän­gern und im Win­ter ist er be­liebt. War­um, er­fah­ren Sie hier: ● Par­ken Mit dem Au­to oder auch dem Rad ge­lan­gen Sie pro­blem­los an den Roth­see, er ist aus­ge­schil­dert. Am na­he­ge­le­ge­nen Kreis­ver­kehr (Damm­stra­ße/Roth­see­stra­ße) be­fin­det sich der Park­platz. ● La­ge Der Roth­see ist un­ge­fähr ei­nen Ki­lo­me­ter von der Au­to­bahn ent­fernt. Trotz der Nä­he zum Ver­kehr ist der See den­noch im Grü­nen ge­le­gen, um­ge­ben von Wäl­dern und Fel­dern. ● Ak­ti­vi­tät Es gibt ein Frei­zeit­an­ge­bot für Groß und Klein. Ne­ben Spiel­plät­zen und ei­nem Plantsch­be­cken gibt es die Mög­lich­keit Tisch­ten­nis oder Beach­vol­ley­ball zu spie­len. Es gibt ei­nen Grill­platz, ei­nen Rad- und Wan­der­weg. ● Sa­ni­tär­an­la­gen Drau­ßen im Frei- en gibt es öf­fent­li­che Du­schen. Auch meh­re­re Toi­let­ten und Um­klei­den sind vor­han­den. ● Lie­ge­flä­che Gro­ße Wie­sen bie­ten aus­rei­chend Platz, Bau­me und Bü­sche spen­den Schat­ten. ● Ver­pfle­gung Ei­nen Ki­osk gibt es hier nicht. Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten sind je­doch nicht weit ent­fernt. ● Si­cher­heit Ei­ne Was­ser­wacht-Sta­ti­on sorgt für die Si­cher­heit der Ba­de­gäs­te und Schlitt­schuh­läu­fer. ● Das sa­gen Ba­de­gäs­te Gu­drun Baur aus Ep­pis­ho­fen kommt seit mehr als 40 Jah­ren an den Roth­see. Frü­her wa­ren ih­re Kin­der noch mit da­bei. Heu­te schwimmt sie ih­re Bah­nen al­lei­ne. Sie ge­nießt die Ru­he beim Ba­den und die schö­ne Um­ge­bung, sagt sie und er­zählt: „Ich wur­de schon mal von Zer­ka­ri­en be­fal­len. Es juckt wie bei ei­nem Mü­cken­stich, aber die Hei­lung dau­ert et­was län­ger. Das hat mich al­ler­dings noch nicht ab­ge­schreckt.“

Archivfoto: Mar­cus Merk

Am Roth­see bei Zus­mar­shau­sen gibt es vie­le An­ge­bo­te für die Ba­de­gäs­te. Die Ste­ge, Lie­ge­wie­sen und die Spiel­an­ge­bo­te sind auf die­sem Luft­bild gut zu er­ken­nen.

Fo­to: Jas­min Schornberg

Gu­drun Baur aus Ep­pis­ho­fen kommt seit mehr als 40 Jah­ren zum Schwim­men an den Roth­see.

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