Un­be­kann­te im Ein­kaufs­wa­gen

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Augsburger Land - VON RE­GI­NE KAHL re­dak­ti­on.land­bo­te@augs­bur­ger all­ge­mei­ne.de

Wir wis­sen es ja ei­gent­lich: Wenn wir beim Gang durch den Su­per­markt zur ab­ge­pack­ten Wurst oder Ei­ern aus ei­nem an­de­ren Land grei­fen, be­schleicht uns be­reits ein schlech­tes Ge­wis­sen. Doch be­son­ders wenn es mal wie­der schnell ge­hen muss, lan­den sol­che Pro­duk­te aus der Mas­sen­pro­duk­ti­on im Ein­kaufs­wa­gen. Da­bei ha­ben sol­che Le­bens­mit­tel vie­le Un­be­kann­te für den Ver­brau­cher. Dass jetzt mas­sen­haft Eier aus den Re­ga­len ge­nom­men wer­den müs­sen, be­stä­tigt die­ses schlech­te Ge­fühl und Ah­nen der Kun­den. Wie­der ein­mal neh­men wir uns da­her al­le vor, re­gio­na­le Pro­duk­te zu kau­fen, mehr auf Qua­li­tät zu ach­ten. Gera­de bei Ei­ern ist durch die Auf­schrift auf dem Kar­ton ja gut nach­zu­voll­zie­hen, aus wel­cher Hal­tung sie stam­men.

Das Pro­blem bei dem Eier­skan­dal ist, dass wir man­ches nicht be­ein­flus­sen kön­nen. Der Kun­de kann zwar ent­schei­den, wel­che Schach­tel er kauft und ob er ein paar Cent mehr aus­gibt, aber es gibt so vie­le Pro­duk­te, in de­nen Eier ver­ar­bei­tet wer­den. Wel­che Eier in Nu­deln oder Ku­chen ste­cken und ob die­se vi­el­leicht so­gar mit Fi­pro­nil oder et­was an­de­rem be­las­tet sind, ist für den Ver­brau­cher nicht mehr nach­voll­zieh­bar. Es bleibt ein gro­ßes Stück Ve­r­un­si­che­rung.

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