Das ge­hört nicht ins Ei

Augsburger Allgemeine (Land West) - - Bayern -

Hast du dir schon mal den Stem­pel auf ei­nem Ei ge­nau­er an­ge­se­hen? Die­se lan­ge Rei­he aus Buch­sta­ben und Zah­len? Der Stem­pel ver­rät ei­ni­ges über das Ei: Aus wel­chem Land es kommt zum Bei­spiel und wie das Huhn lebt, das es ge­legt hat. Die­sen Stem­pel schau­en sich ge­ra­de vie­le Men­schen sehr ge­nau an. Sie wol­len wis­sen, ob der Auf­druck die Buch­sta­ben NL ent­hält.

NL be­deu­tet Nie­der­lan­de. Das heißt, die Eier sind in ei­nem Stall in un­se­rem Nach­bar­land Nie­der­lan­de ge­legt wor­den. In vie­len Ei­ern von dort ist jetzt aber et­was ge­fun­den wor­den, das nicht hin­ein ge­hört: ein Mit­tel ge­gen Schäd­lin­ge. Es wird zum Bei­spiel ge­gen Flö­he bei Kat­zen oder Hun­den be­nutzt. Es ist aber ver­bo­ten, das Mit­tel bei Tie­ren ein­zu­set­zen, die Le­bens­mit­tel für Men­schen lie­fern – wie eben Hüh­ner.

Die be­trof­fe­nen Eier wer­den jetzt nicht mehr ver­kauft. Man konn­te sie näm­lich gut durch den Stem­pel auf der Scha­le fin­den. So kann man auch die Eier zu Hau­se kon­trol­lie­ren. Im In­ter­net auf der Sei­te Le­bens­mit­tel­war­nung.de ste­hen die Stem­pel-Num­mern von Ei­ern, die man weg­wer­fen soll­te. Wahr­schein­lich war das Schäd­lings­mit­tel an die Eier ge­langt, weil es in ei­nem Putz­mit­tel war. Denn Hüh­ner ha­ben oft un­an­ge­neh­me Mit­be­woh­ner, Läu­se und Mil­ben zum Bei­spiel. Des­we­gen müs­sen ih­re Stäl­le gut sau­ber ge­macht wer­den.

Fo­to: dpa

In vie­len Ei­ern aus den Nie­der­lan­den wur­den Stof­fe ge­fun­den, die da nicht rein­ge­hö­ren.

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