In­spi­ra­ti­on

Auszeit - - HEILSAM -

Je­der von uns hat sei­nen ganz per­sön­li­chen Schlüs­sel, der die ei­ge­ne Le­bens­freu­de wie­der zum lo­dern brin­gen kann. Weißt du denn, was dir wirk­li­che Freu­de be­rei­tet und was die­ser mo­men­tan im We­ge steht? Nimm dir an ei­nem ru­hi­gen Abend ein­mal Zeit, um in dich zu hö­ren. Mach dir Ker­zen an, ei­ne schö­ne Mu­sik, gieß dir ei­ne woh­li­ge Tas­se Tee auf, nimm zwei gro­ße Bö­gen Pa­pier und vie­le bun­te Stif­te. Auf den ei­nen schreibst oder malst du al­les auf, bei dem du ge­nau weißt oder zu­min­dest glaubst, dass es dir Freu­de be­rei­tet. Viel­leicht ent­deckst du da­bei auch Din­ge, die du lan­ge ver­nach­läs­sigt hast. Ein Hob­by, ei­ne Lei­den­schaft, ein Te­le­fo­nat oder ein Tref­fen mit ei­nem be­son­ders lieb ge­won­ne­nen Men­schen. Viel­leicht fal­len dir auch Din­ge ein, die du noch nie aus­pro­biert hast und die du ger­ne ein­mal in An­griff neh­men möch­test. So­bald du ei­ne Sa­che nicht mehr nur denkst son­dern wirk­lich nie­der­schreibst, gibst du ihr und da­mit auch dir selbst au­to­ma­tisch mehr Ver­bind­lich­keit. Nimm dir aus­rei­chend Zeit da­für, schließ­lich soll es ge­nau dort hin­ge­hen. Bist du der Mei­nung, du hast nun al­les auf­ge­führt, schrei­be zu­letzt in di­cken Buch­sta­ben „Mehr da­von!“über dei­ne Ge­dan­ken­samm­lung. Nun kommt das zwei­te Pa­pier. Schrei­be oder ma­le hier al­le Din­ge auf, auch Men­schen, bei de­nen du glaubst, dass sie dei­nem Ziel – mehr Le­bens­freu­de zu er­fah­ren – im We­ge ste­hen. Bli­cke da­bei ganz ge­nau in dein Um­feld: Wer nimmt dir ge­ra­de mehr Kraft als dass er dir gibt? Wer be­schwert dich nur? Wer kri­ti­siert mehr dei­ne Schwä­chen an­stel­le dei­ne Stär­ken zu schät­zen? Be­rei­tet dein Be­ruf dir noch Freu­de? Nein? Dann schreib ihn auf. Hast du al­le Hin­der­nis­se auf­ge­führt, gibt auch die­sem Bo­gen ei­ne un­über­seh­ba­re Über­schrift: „We­ni­ger da­von!“. Nun hän­ge ei­nen der bei­den Bö­gen an ei­nen Ort, an dem du täg­lich vor­bei­kommst. Lass die­sen ei­ne Wei­le dort hän­gen und be­ob­ach­te, wie sich dein Tun und Den­ken ver­än­dert. An­schlie­ßend hän­ge den an­de­ren Bo­gen an die Wand. Wel­chen der bei­den Bö­gen du zu­erst wählst, ist un­wich­tig. Wich­tig ist, dass du die­se Bö­gen nicht als stren­ge Haus­auf­ga­ben wahr­nimmst, die es von heu­te auf mor­gen zu er­fül­len gilt, son­dern als lie­be­vol­le Re­min­der, die dich auf dei­nem Pro­zess zu mehr Le­bens­freu­de be­glei­ten sol­len.

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