Wer ist Mr. Cutty?

Blu-ray Magazin - - Retro - TM

Frau­en ha­ben es nicht leicht in der Ge­schäfts­welt. Das war lei­der schon im­mer so und ist nach wie vor ein ak­tu­el­les The­ma. Doch ei­ne schwar­ze Frau macht sich selbst­stän­dig und geht ge­gen die Vor­ur­tei­le an. In der 1996 er­schie­nen Ko­mö­die stellt sich Who­o­pi Gold­berg als Lau­rel Ay­res der von Män­nern do­mi­nier­ten Welt und er­fin­det ei­nen fik­ti­ven Ge­schäfts­part­ner, des­sen Rol­le sie bald selbst ein­neh­men muss. Männ­lich, weiß und von al­len ak­zep­tiert. Als omi­nö­ser Mr. Cutty schafft sie es pro­blem­los an die Spit­ze der Fi­nanz­welt. Doch sie muss ler­nen, dass, egal wie viel sie er­reicht, ihr wah­res Ich nie­mals Ak­zep­tanz fin­det. Cut­tys Iden­ti­tät ge­heim zu hal­ten wird zu­dem im­mer schwie­ri­ger. Sie be­schließt, zu dras­ti­sche­ren Mit­teln zu grei­fen. Als Ko­mö­die funk­tio­niert der Film nur mä­ßig und streckt sich mit bei­na­he zwei St­un­den ein­fach zu sehr. Auch aus dem Rol­len­tausch hät­te mehr ge­macht wer­den kön­nen. Als Weck­ruf funk­tio­niert „Wer ist Mr. Cutty“al­ler­dings auch nach mehr als 20 Jah­ren im­mer noch er­staun­lich gut und zeigt, oh­ne viel zu über­spit­zen, die Pro­ble­me von Frau­en in der Be­rufs­welt. Auch das Pro­blem der Haut­far­be wird im­mer wie­der an­ge­deu­tet. Dass Do­nald Trump den Film mit ei­nem kur­zen Gast­auf­tritt be­schert, wirkt aus heu­ti­ger Sicht eher iro­nisch. Der Film kann sein Al­ter selbst auf Blu-ray nicht ver­ste­cken. Be­son­ders die an­fäng­li­chen In­nen­sze­nen, un­ter­legt mit un­schö­nen Cre­dits, las­sen ihn noch ein­mal lo­cker zehn Jah­re äl­ter wir­ken. Ist der An­fang über­stan­den, zeigt er aber ge­ra­de in den Au­ßen­sze­nen sei­ne Qua­li­tä­ten. Für ei­ne äl­te­re Ko­mö­die se­hen vor al­lem Far­ben und Kon­tras­te im­mer noch hübsch aus. Auf Ex­tras wur­de ver­zich­tet.

Nie­mand kann skep­tisch schau­en wie Who­o­pi Gold­berg. Den Blick se­hen heu­te wohl vor al­lem Gäs­te der Talk­show „The View“, die sie mit mo­de­riert

Gold­berg er­hielt ei­nen Oscar für „Ghost – Nach­richt von Sam“

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